Auto der Zukunft: Grüne stellen „Green Car“ vor

Auto der Zukunft
Grüne stellen „Green Car“ vor

Die Grünen haben die deutsche Automobilindustrie zu erheblich mehr Tempo bei der Weiterentwicklung umweltfreundlicher Autos aufgefordert. Ziel seien drastische verringerte Kohlendioxid-Emissionen und Spritverbräuche, forderten die Fachsprecher der Grünen-Fraktion bei Vorstellung eines Verkehrskonzepts mit einem „Green Car“ der Zukunft.

HB BERLIN. Spätestens von 2010 an müssten EU-weit strikte Obergrenzen beim Spritverbrauch je nach Fahrzeugtypen-Klasse festgelegt werden, forderten Fritz Kuhn (Wirtschaft), Albert Schmidt (Verkehr) und Winfried Hermann (Umwelt). Bis 2020 müsse der heutige CO2-Ausstoß um 45 Prozent gesenkt werden, bis 2050 auf 20 Prozent. Über 2050 hinaus laute das Ziel: „Null Emissionen“.

Die Grünen halten den deutschen Autobauern vor, sie hätten sich sowohl beim Rußpartikelfilter von Diesel-Fahrzeugen wie auch bei der Entwicklung von Hybrid-Fahrzeugen vom Ausland abhängen lassen. „Wäre man beim Rußfilter schneller gewesen, hätte man bessere Geschäfte machen können“, sagte Kuhn. Dieses Beispiel zeige, dass es hier nicht allein um die Umwelt, sondern auch um wirtschaftliche Chancen und den Standortwettbewerb gehe. Zugleich warnte er die deutschen Hersteller, angesichts der auf noch 20 Jahre angelegten Erforschung des Wasserstoffautos auf andere umwelt- und geschäftspolitisch wichtige Zwischenschritte zu verzichten.

Weg vom Öl

Im „Green Car Paper“ wird das „Automobil der Zukunft“ so vorgestellt: „Es fährt leise und belastet die Umwelt kaum noch mit Schadstoffen.“ Zum „Weg vom Öl“ gehöre vorübergehend weiterhin die Förderung von Erdgas ebenso wie die nachwachsender Rohstoffe von Biogas, Biosprit und Biomasse, betonte Hermann. „Wir müssen auf allen Feldern aktiv bleiben.“ Insgesamt sei das Auto der Zukunft Teil eines integrierten Mobilitätssystems einschließlich Telematiksystemen, Bahn, Flugverkehr und Car Sharing. Diese in Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr eingerichteten Autostationen sollten ebenfalls nur den auf 7 Prozent ermäßigten Mehrwertsteuersatz verlangen müssen, was auch Taxen bei Fahrten bis 50 Kilometer erlaubt sei.

Die Grünen erwarten, dass die Selbstverpflichtung der europäischen Automobilindustrie (ACEA) verfehlt wird, den CO2-Ausstoß bei Neufahrzeugen bis 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm je Kilometer zu senken - „auch wenn sich die Industrie selbst noch im vorgegebenen Korridor sieht“. Für die Zeit nach 2008 sei deshalb auf europäischer Ebene über eine erneute Selbstverpflichtung der Hersteller mit einem ehrgeizigen Minderungsziel von 90 Gramm je Kilometer zu entscheiden. sei. Verbrauchsobergrenzen beim Sprit begründen die Grünen mit entsprechenden Beschlüssen in China und Japan. „Wenn solche Obergrenzen in zwei der wichtigsten weltweiten Automobilmärkte eingeführt werden, besteht kein Grund, davon in Europa abzuweichen.“

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