Autobahnen
Wulff gegen generelles Tempolimit

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat sich gegen ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. Aus seiner Sicht sei eine solche Regelung das falsche Signal. Der Politiker schlägt stattdessen ein alternatives Modell zur Verkehrsregelung vor.

HB HANNOVER. Im Kampf gegen den Klimawandel wäre ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen aus Sicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) das falsche Signal. „Die Auswirkungen eines generellen Tempolimits in Zusammenhang mit dem Klimaschutz werden überschätzt“, sagte Wulff der Nachrichtenagentur dpa in Hannover.

Das durchschnittliche Tempo auf den Autobahnen liege bereits heute deutlich unter 120 Stundenkilometern. An Stelle eines starren Tempolimits müsse der Verkehr zum Beispiel durch Verkehrsleitanlagen „situationsgerecht geregelt“ werden, forderte Wulff. „Wir sollten außerdem lieber auf weitere Innovationen bei Kraftstoffen, Motoren und Antrieben setzen“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende. Vertreter der EU und der Vereinten Nationen hatten zuletzt eine konsequente Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen gefordert.

Die Autoindustrie habe bereits einen wichtigen Beitrag geleistet und den Kraftstoffverbrauch von Neuwagen in den vergangenen Jahren um durchschnittlich 25 Prozent gesenkt, erklärte Wulff. Dadurch seien seit 1999 bis zu 15 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) vermieden worden. „Diesen Trend sollten wir durch steuerliche emissionsbezogene Maßnahmen fördern.“ Auch die Beimischung von Biokraftstoffen sei ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Den größten Spielraum zur Senkung des CO2-Ausstoßes biete die friedliche Nutzung der Kernenergie, betonte Wulff. Deutsche Atomkraftwerke verhinderten den Ausstoß von 150 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich. „Das entspricht genau der Menge, die der gesamte deutsche Straßenverkehr in einem Jahr verursacht.“

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