Autokrise
Diese Männer sollen Opel retten

Die von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) angeregte "Task Force" zur Bewältigung der Opel-Krise besteht im Kern bereits. Sie wird aber im Gegensatz zur Forderung Steinmeiers nicht im Kanzleramt, sondern im Wirtschaftsministerium angesiedelt. "Das ist am Ende der um einige Köpfe erweiterte Bürgschaftsausschuss des Bundes", hieß es in Regierungskreisen.

HB BERLIN. Der Bürgschaftsausschuss besteht aus Vertretern des Kanzleramtes sowie des Wirtschafts-, des Außen- und des Finanzministeriums. Angesiedelt ist das Gremium beim Wirtschaftsressort, wo Staatssekretär Jochen Homann das Thema Opel federführend betreut. Im Fall Opel soll Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch zu dem Gremium stoßen.

Darauf haben sich nach Informationen des Handelsblattes aus Teilnehmerkreisen die Regierungschefs von Hessen, NRW, Rheinland Pfalz und Thüringen in einer Telefonkonferenz verständigt. Mit Posch sitzt damit auch ein FDP-Mann mit im Boot. Posch untergeordnet wird ein eigenes Beraterteam mit Angehörigen aller vier Länder sein, so dass alle Opelländer vertreten sind. Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) soll die Task Force um Wirtschaftsfachleute und Investmentbanker ergänzt werden. Namen nannte er nicht.

Steinmeier hatte am Montag die Einsetzung einer hochrangig besetzten Task-Force zur Opel-Rettung angeregt, die im Kanzleramt angesiedelt sein sollte. Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg hatte dagegen vor Aktionismus gewarnt und darauf verwiesen, es bestünden bereits "exzellente Arbeitsstrukturen" unter anderem zwischen dem Kanzleramt, den Ministerien und der US-Regierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Idee der Task-Force am Dienstag bei ihrem Besuch der Opel-Zentrale in Rüsselsheim zwar aufgegriffen, aber nicht weiter vertieft.

In der Spitze des Außenministeriums wurde die Einsetzung der Task-Force als "Schritt in die richtige Richtung" begrüßt. Kritisch wird allerdings die Aufhängung im Wirtschaftsministerium gesehen. Steinmeier habe Merkel "nicht ohne Grund" vorgeschlagen, die Leitung im Kanzleramt anzusiedeln. "Nur so ist die größtmögliche Autorität bei der Suche nach einer Opel-Rettung gewährleistet", hieß es. Nur so sei zudem gesichert, dass wirklich der gesamten Sachverstand in der Regierung genutzt werde.

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