Automobilclub
ADAC warnt vor Verwaltungskosten für Pkw-Maut

Die Autofahrerclubs ADAC und ACE machen gemeinsam Front gegen die von der CSU geforderte Pkw-Maut für Ausländer. Das Argument: Die Verwaltungskosten wären weitaus höher als die tatsächlichen Mauteinnahmen.
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München/BerlinEine Pkw-Maut nach dem bislang diskutierten Modell würde einer Untersuchung des ADAC zufolge mehr kosten, als sie einbringen würde. Die Verwaltungskosten einer Autobahn-Vignette überstiegen die daraus zu erwartenden Einnahmen, erklärte der Autofahrer-Verband ADAC am Montag.

Demnach würde die Maut dem Staat zwar zunächst drei Milliarden Euro neue Einnahmen bringen. Da die deutschen Autofahrer durch die Maut aber nicht zusätzlich belastet werden sollten, entfiele ein Großteil dieser Einnahmen bei der Kfz-Steuer.

Übrig blieben laut ADAC als Mauteinnahmen durch ausländische Autofahrer nur 262 Millionen Euro. Dem gegenüber beliefen sich die Kosten für Erhebung und Verwaltung aber auf 300 Millionen Euro. „Eine Maut für Ausländer ist nicht mit EU-Recht vereinbar“, erklärte ADAC-Präsident Peter Meyer: „Ich hoffe, dass diese Zahlen endlich auch dem letzten Anhänger einer Maut für Ausländer die Augen öffnen.“

Zusätzliches Geld für Investitionen in die Verkehrswege sollte aus bestehenden Steuern und der Lkw-Maut aufgebracht werden. ACE-Chef Wolfgang Rose warnte davor, das dazu von allen Bundesländern beschlossene Konzept zu gefährden. „Wer das Paket jetzt aufschnürt, in Einzelteile zerlegt und die Pkw-Maut als das Non plus ultra zur Lösung der Finanzprobleme beschreibt, der zerstört den erreichten Konsens.“

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Automobilclub: ADAC warnt vor Verwaltungskosten für Pkw-Maut"

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  • Deswegen haben die Schweizer und Ösis seit Jahrzehnten die Vignette, weil sie dabei draufzahlen, diese Blöden. Wie blöd ist denn diese Autolobby, ADAC genannt? Nö, die machen fette Gewinne damit!

  • Stimmt die Überschrift, handeln die Politiker als Verbrecher an den Deutschen. Wieso werden diese Kriminellen nicht bestraft? Gibt es nicht mehr den "Hochverrat"? Warum zieht man nicht das Vermögen der Politiker ein, da Sie vorsätzlich handeln und die Infrastruktur absichtlich zerstören?

  • Diese Erkenntnis wäre doch ein Grund für die Politik die Maut einzuführen -jedenfalls gemessen an deren bisherige Handlungen, wenn ungünstige Fakten genannt wurden.

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