Aydan Özoguz Die Fettnapf-Beauftragte

Aydan Özoguz rückt eine Großrazzia gegen Salafisten in die Nähe von Willkür – und erntet dafür harsche Kritik. Es ist nicht das erste Mal, dass die Integrationsbeauftragte des Bundes mit unglücklichen Äußerungen aneckt.
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Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung verstört immer wieder mit unklaren Aussagen. Quelle: dpa
Aydan Özoguz

Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung verstört immer wieder mit unklaren Aussagen.

(Foto: dpa)

BerlinAls Aydan Özoguz nach der vergangenen Bundestagswahl von der SPD als Staatsministerin für Migration auserkoren wurde, staunten viele nicht schlecht. Denn mit ihr zog erstmals eine Tochter von Zuwanderern in eine deutsche Bundesregierung ein. Dafür, dass Özoguz nicht viel politische Macht hat als Integrationsbeauftragte des Bundes, zieht sie in diesen Tagen viel Aufmerksamkeit auf sich. Aber nicht im Guten. Und nicht zum ersten Mal. Özoguz, so scheint es, lässt kein Fettnäpfchen aus, wenn sie sich in Islam-Debatten zu Wort meldet.

Aktuell steht die stellvertretende Vorsitzende der SPD in der Kritik, weil sie sich skeptisch über die Erfolgsaussichten von Razzien gegen mutmaßliche Islamisten, im konkreten Fall gegen die salafistische Gruppierung „Die wahre Religion“, geäußert hat. Die Polizei war am Dienstag in zehn Bundesländern gegen das Dschihadisten-Netzwerk vorgegangen, das zuvor vom Innenministerium verboten worden war.

In einem Interview mit dem Sender Phoenix sprach Özoguz von einem „fatalen Punkt“ bei solchen Razzien, denn in der Vergangenheit sei dabei nichts herausgekommen. Das hinterlasse dann „Spuren“, auch bei jungen Menschen: „Da hat man den Eindruck von Willkür, da werden natürlich schnell auch Verschwörungstheorien wach, was man eigentlich als Staat mit diesen Menschen macht.“ Man müsse bei der Verfolgung von Islamisten daher mit „sehr großem Augenmaß“ vorgehen, damit es nicht heiße, es werde willkürlich in Moscheen eingedrungen.

Die Union hatte die Interviewaussagen von Özoguz als Kritik an den Sicherheitsbehörden gewertet und ihr vorgeworfen, sie schüre Misstrauen gegen die Polizei. Sie selbst versuchte daraufhin, die Wogen mit einer Klarstellung zu beenden. Sie sprach von einem Missverständnis. Auch sei habe „großes Vertrauen in die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden“. Jeder erfolgreiche Schlag gegen radikale Salafisten, gab sich die 1967 als Kind türkischer Kaufleute bei Hamburg geborene Politikerin kleinlaut, sei „wichtig und ein großer Erfolg im Kampf gegen religiösen Extremismus“.

Die Relativierung ihrer Äußerung reicht der Union aber nicht, sie will eine Entschuldigung. Die Stoßrichtung ist klar: In CDU und CSU will man der Staatsministerin diesen Fauxpas auf keinen Fall durchgehen lassen, zumal sie schon öfter mit unglücklichen Äußerungen Kritik auf sich gezogen hat.

„Bei Özoguz schlägt das Pendel jeden Tag in eine andere Richtung aus“
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28 Kommentare zu "Aydan Özoguz: Die Fettnapf-Beauftragte"

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  • @ Herr Alessandro Grande

    Vielen Dank für Ihre geistig hochkompetente Bewertung. Sie lesen wohl nur Ihre eigenen Kommentare, die unantastbar sind, weshalb Einseitigkeit das Credo Ihrer Meinungsherrschaft ist?

    Was lerne ich daraus? Wieder jemand, auf dessen Kommentare sinnvollerweise nicht eingegangen werden sollte, respektive besser erst gar nicht lesen sollte - weil reine Zeitverschwendung.

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • @Kabus: Aaaahhh, ein Gutmensch. Vermieten Sie doch mal für 4 Wochen eine Ferienwohnung an eine deutsche Familie und anschließend an Muslime, und zwar gern auch welche MIT Geld. Und danach melden Sie sich bitte nochmals zurüch mir einem Vergleich in EURO, was die Sanierungskosten angeht ;-) Und by the way: Und gehen Sie bitte auch nochmals in die Statistiken und machen etwaige Unterschiede zwischen Christen und Moslems aus, was deren Erwerbstätigkeit in Deutschland angeht. PS: RTL wird abends geschaut seitens derer, die es mögen. Gebetet wird in manchen Kulturkreisen aber ganztags, was vom Arbeiten abhält.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Sofern Sie gemeint haben sollten, was Ihrem Kommentar nicht zu entnehmen ist, dass wir kulturelle Bereicherungen dieser Art (analog zu Kriminellen) hier nicht noch zusätzlich zu der eigenen Spezies brauchen, könnte ich Ihre Meinung teilen. So aber ist mir diese doch etwas zu einseitig.

  • @Herr Alessandro Grande

    Sie verkennen vielleicht, dass die bisherige Bildungspolitik bereits in Teilen, wie groß die auch immer faktisch sein mögen, zu vergleichbaren Zuständen im Land geführt hat.

    Was Einem sein Gebetsteppich ist, ist dem Anderen sein RTL (zum Beispiel).

    Und das Alles „"schön scheisse" aussieht“, ist gewiss keine besonders auf die Eindringlinge zurückzuführende Eigenschaft. Für solche Zustände zeichnen auch seit längerer Zeit die besonders „gebildeten“ Einheimischen verantwortlich.

  • @Josef Schmidt: Wenn wir Deutsche uns hier, also in Bananistan, nach dem islamischen Schema integrieren müssten, hätten wir in den meisten Fallen keine oder eine für das 21. Jahrhundert absolut unzureichende Ausbildung, würden, mental im 6. Jahrhundert leben, vor allem nicht arbeiten, den halben Tag ohne Schuhe auf dem Gebetsteppich verbringen, schlechte Rhetoriker sein, uns einseitig ernähren, miese Klamotten tragen (vor allem die Frauen) und hausen wie die Vandalen sowie Schönes zerstören, weil wir uns erst dann wohl fühlen, wenn alles "schön scheisse" aussieht ;-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

  • @ Peer Kabus (16:07)
    Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass Sie eines Tages Ihre schützende Hand über mich halten und Ihren Mannen abraten würden, meinen Kommentaren zu widersprechen. Scheint sogar zu funktionieren, und vielleicht wäre es wirklich "sicher Zeitverschwendung", denn meine Meinung ändere ich selten. Aber es kommt vor. Geht es Ihnen auch so?

    Auf jeden Fall denke ich, dass es unseres Innenministers vornehmste Pflicht ist, die Sicherheit in unserem Staate zu gewährleisten. Dass er dabei dazu neigt, lieber des Guten zu viel als zu wenig zu tun, liegt in der Natur der Sache. Denn wie groß wäre das Geschrei, wenn er einmal eklatant zu wenig getan hätte! Es ist aber ebenso gut, eine Migrationsministerin zu haben, wie ja auch einen Datenschutzbeauftragten, die beide in ihrem Metier mit bescheidenem Erfolg darauf achten, dass der Innenminister nicht ungebremst über das Ziel hinausschießt. Alle Beteiligten tun ihrem Eide gemäß, was in ihren Kräften steht, und so stehen sie sich nicht unversöhnlich gegenüber, sondern ergänzen sich in ihren Gegensätzen zu einem funktionierenden Ganzen. Es widerspricht den Regeln einer guten Regierung und schadet derselben, wenn auch nur einen der Beteiligten diskreditiert wird, solange er nach bestem Wissen und Gewissen sein Pflicht tut. Aber genau das passiert gerade.

  • PS: Und wie weit wir mittlerweile in der roten Bananenrepublik Deutschland (RBD) sind, beschreibt unten die Leserin Lana Ebsel in geradezu wunderbarer Form!

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