BA-Affäre
Accenture weist Korruptionsvorwurf zurück

Die Unternehmensberatung Accenture hat dementiert, dass es bei der Vergabe des BA-Auftrags zum Aufbau einer Online-Stellenbörse inkorrekt zugegangen sein soll.

HB BERLIN.Die Unternehmensberatung Accenture protestiert gegen jeden Verdacht, sie könne bei der Vergabe von Anschlussaufträgen zum Aufbau eines «Virtuellen Arbeitsmarkts» für die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit unlauteren Methoden gearbeitet haben. «Den Verdacht der Korruption weisen wir entschieden zurück», heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Weder bei der Vergabe des Erstauftrags noch bei den Anschlussaufträgen sei geltendes Recht gebrochen worden, versichert Accenture: «Die bisher geleistete Arbeit geschah im Umfang eines nach der Ausschreibung geschlossenen Rahmenvertrags, der im Einklang mit den deutschen und europäischen Vergabe-Richtlinien steht.»

Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) berichtet, der BA-Rahmenvertrag mit Accenture enthalte einen «rechtlich bedenklichen Passus: Zusätzliche Leistungen, die zum Erreichen des vereinbarten Ziels notwendig seien, könnten auf der Basis des Erstvertrags abgewickelt werden.» Die Folgeaufträge hätten aber bereits die rechtlich zulässige Höchstsumme von 50 Prozent des Erstvertrags überschritten, stellt die SZ fest.

Bereits vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass die Online-Stellenbörse deutlich teurer werde als geplant und mehr als 100 Millionen Euro kosten könne. Accenture werde aber nur die vereinbarten 65,5 Millionen Euro erhalten, teilte die BA damals mit.

In ihrer Online-Ausgabe schrieb die SZ unter Berufung auf «Mitarbeiterkreise» von «Gerüchten auf Behördenfluren, wonach sich bei der Zusammenarbeit von Behörden- und Accenture-Mitarbeitern auch private Verbindungen ergeben hätten, was von den ins Gerede gekommenen Personen aber dementiert würde».

Die Pressemitteilung von Accenture bemerkt dazu trocken: «Wir werden alles tun, um im Interesse von Accenture und der Bundesagentur für Arbeit und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verdächtigungen zu entkräften und die Aufklärung zu unterstützen».

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