BA-Chef Weise
Bundesagentur hat kein Geld für eine Jobkrise

Mit Milliarden hatte die Bundesagentur für Arbeit 2008 und 2009 eine Massenarbeitslosigkeit verhindert. Heute müsste sich die Behörde, laut ihres Chefs Frank-Jürgen Weise, für ein ähnliches Programm hoch verschulden.
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NürnbergDer Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht die Arbeitsagenturen für den Fall einer Jobkrise finanziell unzureichend gerüstet. „Weder hat der Bund Geld für ein Konjunkturprogramm noch die Bundesagentur finanzielle Rücklagen etwa zur Finanzierung eines Kurzarbeiterprogramms wie in der Finanzkrise 2008/2009“, sagte der BA-Chef. Die Lage der Bundesagentur sei daher für eine Krisenbewältigung bei weitem nicht mehr so komfortabel wie noch vor einigen Jahren.

Weise sagte, die Bundesagentur würde in einer von ihm derzeit allerdings nicht erwarteten Jobkrise auf jeden Fall wieder ein Kurzarbeiterprogramm auflegen. Es gebe hierfür ohnehin einen gesetzlichen Anspruch. „Und wir werden auch zahlen“, sagte Weise. Mit einem milliardenschweren Kurzarbeiterprogramm hatten deutschen Unternehmen in der Wirtschaftskrise 2008 und 2009 ihre Auftragsflaute abgefedert, ohne Mitarbeiter in großem Stil entlassen zu müssen.

Um auch künftig Kurzarbeit finanzieren zu können, müsste die Bundesagentur Kredite aufnehmen - „und uns vielleicht mit Milliarden von Euro verschulden“, sagte Weise. „Wir werden dann zukünftig günstige Entwicklungen (auf dem Arbeitsmarkt) belasten, um unsere Schulden zurückzuzahlen. Das wäre eine schwache Position der Bundesagentur“, gab der Chef der mehr als 170 deutschen Arbeitsagenturen zu bedenken.

Die Halbierung des Arbeitslosenbeitrags und mehrere Kürzungen der schwarz-gelben Bundesregierung verhindern nach Experteneinschätzung seit einigen Jahren, dass die Bundesagentur Rücklagen für Krisenzeiten bilden kann.

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  • Ich finde Herrn Weise gut. Seine Meldung ist doch so ein richtiger Schuss vor den Bug unsere verlogenen Kanzlerin
    Wie soll denn auch das Geld der Arbeitsagentur reichen für die wahren Arbeitslosen, wenn man die Sozialhilfe-Dynastien damit versorgt? Dank sei der rot-grünen Schröder-Regierung.
    Wie soll das Geld reichen, wenn man heute schon mit der schösten Selbstverständlichkeit mit 16 Jahren zum Amt geht?
    All diese Mißstände, diese Nehmer-Mentaliät wird uns gewaltig auf die Füße fallen, wenn hier alles zusammen bricht.
    Dann muß die Sozialhilfe-Mami aus der Sozialhilfe-Dynastie, 22 Jahre, 4 Kinder von 4 Männern, mal arbeiten gehen wenn sie was zum Essen haben möchte. Na das wird dann noch lustig

  • So ist es, wenn der Feind die Regierungsbank erobert hat, nur das strunzdumme Volk begreift es nicht, daß die große rechtliche und materielle Enteingung sich beschleunigt - Tiefschlaf statt Zivilcourage per Handlen in eigener Angelegenheit - die Entvolkung war erfolgreich.

  • Ist nun die Frage, wie seine Cheffin, die hochanständige Frau vdL, reagieren wird... Sie hält sich in den letzten Monaten sehr zurück, dumm ist die nicht, ihre Gefährlichkeit hat sie aber bereits bewiesen.

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