Babypause
6884 Männer nehmen komplette Elternzeit

Jeder zehnte erwerbstätige Vater, der Elterngeld bezieht, geht für ein ganzes Jahr in die Babypause. Das sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts für das vergangene Jahr und das erste Quartal dieses Jahres 6884 Männer.

HB BERLIN. Die Mehrheit der erwerbstätigen Väter mit Elterngeld, nämlich 44 758, bleibt aber nur zwei Monate zu Hause, geht aus der am Mittwoch in Wiesbaden veröffentlichten Statistik weiter hervor.

77 Prozent der Väter, die Elterngeld beziehen, sind demnach vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig gewesen. Bei den Müttern waren es 52,5 Prozent. Von ihnen nehmen sich 85 Prozent ein Jahr Elternzeit.

Insgesamt wurden knapp 720 000 Elterngeld-Anträge für 2007 geborene Kinder bewilligt. Auch die Anträge von 87 400 Vätern wurden genehmigt, was einem Männer-Anteil von 12,1 Prozent entspricht. In Ostdeutschland übertrifft der Wert mit 12,6 Prozent den in Westdeutschland mit 11,9 Prozent.

Das Elterngeld soll den Einkommensausfall nach der Geburt des Kindes auffangen. Gezahlt werden für zwölf Monate 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoverdiensts. Hinzu können zwei weitere Monate kommen, wenn der Partner – meist der Vater – sich zusätzlich Zeit für das Kind nehmen will.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen spricht angesichts der aktuellen Zahlen von einer neuen Väterbewegung. „Wir sind gerade Zeuge einer leisen Revolution“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Mit den beiden nicht übertragbaren Vätermonate könnten sich viele Männer bei ihren Arbeitgebern durchsetzen. „Es kann nicht mehr das Argument gelten, dass kann ihre Frau ja machen“, sagte von der Leyen.

Die Ministerin bekräftigte ihren Plan, die Vätermonate in der nächsten Legislaturperiode auszuweiten.

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