Baden-Würrtemberg
Stefan Mappus will Oettinger beerben

Die Nachfolge für Baden-Württembergs Ministerpräsident Günter Oettinger ist offenbar geregelt: Stefan Mappus, Vorsitzender der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion, erklärte sich bereit die Nachfolge des CDU-Politikers anzutreten, der auf Wunsch von Angela Merkel als EU-Kommissar nach Brüssel wechselt.
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HB STUTTGART. Der 43-Jährige sagte nach der Sondersitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes: „Aus meiner 13-jährigen parlamentarischen Tätigkeit als Abgeordneter, Staatssekretär und Minister und Fraktionsvorsitzender bringe ich die Erfahrung mit und traue mir zu, das Amt des Ministerpräsidenten zum Wohle des Landes auszuüben.“

Der 43-Jährige gilt seit längerem als starker Mann der CDU im „Ländle“ und hatte den zuletzt glücklosen und als amtsmüde geltenden Oettinger mehrfach öffentlich kritisiert. Der ebenfalls als möglicher Oettinger-Nachfolger gehandelte Unionsfraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, bleibt in Berlin.

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die überraschende Entscheidung bekannt gegegeben, dass der bisherige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger in die EU-Kommission wechselt. Merkel lobte Oettinger als einen Politiker mit großer wirtschaftspolitischer Erfahrung. Der 56-Jährige werde ein politisches Schwergewicht in Brüssel sein und die deutsche Position stärken, sagte die CDU-Chefin. Welchen Bereich der deutsche Kommissar künftig nach ihren Vorstellungen verantworten solle, sagte Merkel nicht. Oettinger werde aber ein „interessantes und wichtiges Ressort bekommen“, sagte Merkel. „Ich bin sehr froh, dass er Ja gesagt hat zu diesem Angebot.“

Oettinger selbst will keinen Vorschlag für die Regelung seiner Nachfolge machen. Er verstehe sich als „Moderator“ bei der Suche nach einem neuen Regierungschef im Südwesten, sagte er am Samstag nach einer Sitzung des CDU-Bundesvorstands in Berlin. Er sei an einem „geordneten Verfahren“ interessiert, betonte er. Er sei von seiner Berufung auf einen Posten als EU-Kommissar sekbst überrascht worden und habe damit nicht gerechnet, sagte Oettinger am Samstag in Berlin. Es handele sich aber um ein Angebot, das man nicht ausschlagen könne. „Ich sehe mich als Dienstleister des europäischen Gedankens“, sagte Oettinger. Er werde aber auch deutsche Interessen in Brüssel vertreten. Zu Deutschland würden gut die Ressorts Industrie und Wirtschaft passen.

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