Baden-Württemberg
Oettinger nun auch der Chef der Südwest-CDU

Gut eine Woche nach der Übernahme des Ministerpräsidenten-Amtes in Baden-Württemberg hat Günther Oettinger auch den Vorsitz der Landes-CDU inne.

HB ULM. Der 51-jährige Oettinger wurde mit 328 von 365 Stimmen (89,9 %) Nachfolger von Erwin Teufel, den er vor gut einer Woche bereits als Regierungschef abgelöst hatte.

Teufel stand seit 14 Jahren an der Spitze der Südwest-CDU. Er hatte nach langen parteiinternen Konflikten seinen Rücktritt erklärt. CDU-Chefin Angela Merkel würdigte vor den 380 Delegierten die Arbeit des langjährigen Regierungschefs: „Sie haben das soziale Gewissen der Christlich-Demokratischen Union geschärft. Deshalb haben die Menschen im Land Ihnen vertraut.“ Sie bat Teufel, der Partei auch in Zukunft mit Rat zur Seite zu stehen.

Oettinger bekam 29 Gegenstimmen. Acht Delegierte enthielten sich. Der Heilbronner Bundestagsabgeordnete Thomas Strobl wurde mit 90,7 % der Delegiertenstimmen zum Generalsekretär und damit zum Nachfolger von Volker Kauder gewählt, der seit einigen Monaten Generalsekretär der Bundes-CDU ist. Als neuen Schatzmeister der Landes-CDU bestimmten die Delegierten den Metzinger Unternehmer Hans Reichenecker.

Teufel richtete zu Beginn des Parteitags eine versöhnliche Geste an seinen Nachfolger Oettinger. „Der Landesparteitag wünscht Dir, lieber Günther, viel Erfolg für das Land und die CDU“, sagte er. Oettinger hob Teufels Verdienste um die erfolgreiche Entwicklung Baden-Württembergs hervor: „Dieses Land steht sehr gut da.“ Teufel kündigte an, er werde die CDU im kommenden Jahr bei den Kampagnen für die Landtagswahl im März und den Bundestag im Herbst unterstützen.

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