Baden-Württemberg
SPD warnt vor zweitem "Schleswig-Holstein"

Vor der Ministerpräsidentenwahl im baden-württembergischen Landtag stellt die SPD die Geschlossenheit der Grünen in Frage. Nur zwei Abweichler könnten Winfried Kretschmann den Erfolg im ersten Wahlgang kosten.
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StuttgartDie Wahl des Grünen Winfried Kretschmann zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten könnte zur Zitterpartie werden. In der SPD wurden am Freitag Zweifel an der Geschlossenheit der Grünen laut. Höchstens ein Parlamentarier von Grünen oder SPD darf am kommenden Donnerstag Kretschmann die Stimme verweigern - sonst könnte er durchfallen.

Grüne und SPD haben 71 Mandate und damit vier mehr als Schwarz-Gelb. Nach der Landesverfassung ist für die geheime Wahl des Ministerpräsidenten aber die Mehrheit aller Mitglieder des Landtags erforderlich. Das sind 70 der 138 Abgeordneten. Der 62-jährige Kretschmann soll am 12. Mai zum ersten grünen Ministerpräsidenten gewählt werden.

In SPD-Kreisen hieß es mit Blick auf die Grünen: „Da gibt es Enttäuschte.“ So wird befürchtet, dass die Stuttgarter Grünen-Politiker Muhterem Aras und Werner Wölfle aus Frust darüber, nicht im grün-roten Kabinett zu sitzen, ihrem Vormann einen Denkzettel verpassen.

Wölfle wies die Verdächtigungen zurück. Er sagte der dpa: „Die SPD sollte bei sich Witterung aufnehmen. Wir sind alle sehr verantwortungsvolle Landtagsabgeordnete. Persönliche Enttäuschungen gibt es, aber die Unterstellungen sind lächerlich bis unverschämt.“ Bei der SPD wird versichert, alle 35 Abgeordneten würden den 62-jährigen Kretschmann wählen. SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel betonte: „Wir stehen wie eine Eins.“

Kretschmann selbst rechnet damit, dass er bereits im ersten Wahlgang zum Regierungschef gekürt wird. Alle wüssten, was auf dem Spiel steht. „Deshalb plagt es mich nicht wirklich“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“. Dennoch werde die Wahl spannend. „Man hat ja schon so einiges erlebt. Ich denke da nur an die Frau Simonis in Schleswig-Holstein.“ Die SPD-Politikerin war 2005 bei ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin in vier Wahlgängen durchgefallen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn es Abtrünnige geben sollte,dann von echten Sozialdemokraten, die das Aufbauprogramm für die Grünen nicht mehr nachvollziehen können. Die Grünen selbst müssen ihre Macht sichern und Tausende Grüne in Positionen setzen .Das wird ein Jahr dauern und solange wird nicht richtig regiert. Sitzt die CDU eigentlich noch im Parlament?Man hat den Eindruck das die stärkste Fraktion
    ausgezogen ist.

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