Bahn-Winterchaos Ramsauer und Grube räumen Fehler ein

Zu viel Gewinn, zu wenig Investitionen: Verkehrsminister Ramsauer legt bei der Bahn den Finger in die Wunde. Nun muss Bahn-Chef Grube mitten im Winterchaos die Quadratur des Kreises gelingen: Mehr investieren, ohne den Gewinn zu schmälern - denn der Bund will seine fest geplante Dividende nicht hergeben.
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Rüdiger Grube muss sich rechtfertigen. Quelle: DAPD

Rüdiger Grube muss sich rechtfertigen.

BERLIN. Im Streit um die Missstände im Schienenverkehr hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Defizite bei der Bahn eingeräumt. „Zehn Jahre lang ist gespart worden. Die kaufmännischen Ziele standen zu sehr im Vordergrund, die Interessen der Fahrgäste sind in den Hintergrund gerückt“, sagte Ramsauer der „Passauer Neuen Presse“. „Mit Bahnchef Grube bin ich mir absolut einig, dass die Anstrengungen im Bahnverkehr im bisherigen Winter nicht ausreichend waren.“

Zugleich nahm Ramsauer die Bahn gegen Kritik wegen des Verkehrschaos zu Weihnachten in Schutz. „Von der Bahn ist hier fast Unmögliches erwartet worden. Bei solchen Verhältnissen kann es keinen Vollkaskoanspruch auf hundertprozentige Verkehrsleistungen geben.“ Die Ursachen für die Pannen seien vielfältig. „Es gab Kostendruck, Kapazitätsreserven wurden reduziert, Personal abgebaut - all das hat zu diesen Missständen geführt“, sagte Ramsauer. Nun aber sei ein Kurswechsel eingeleitet. Die Investitionen sollten erheblich verstärkt, neue Züge angeschafft werden. Reserven würden aufgebaut, damit es künftig keine Engpässe mehr gebe.

Der Chef der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, muss sich derweil harscher Kritik der Politiker aus Bund und Ländern erwehren. Am Montag stand er den Verkehrsministern auf deren Konferenz in Berlin zum Winterchaos Rede und Antwort. Grube warb in seiner Rede für Verständnis: Höhere Gewalt wie Blitzeis, Gleisbettschäden und Probleme bei der Stromzufuhr hätten sich überschnitten. Er kündigte neben der Qualitäts- eine neue Investitionsoffensive an. Die Bahn würde binnen fünf Jahren 44 Milliarden Euro investieren. Bundesverkehrsstaatssekretär Klaus-Dieter Scheurle (CSU) sagte dem Handelsblatt: "Wir haben einen Investitionsstau und werden sicher mehr investieren müssen." Der Bund allein investiere bereits jährlich mehr als 16 Milliarden Euro in die Bahn.

Zuvor hatte sich Grube im Berliner Abgeordnetenhaus zu den seit 2009 bestehenden Pannen bei der S-Bahn geäußert. "Wir werden bis zum Auslaufen des Verkehrsvertrages keinen einzigen Euro verdienen", sagte Grube. Auf 700 Millionen Euro beliefen sich die Kosten bis 2014. Der Vertrag mit dem Land endet 2017.

Mit Einbruch des Winters war es bei der Bahn bundesweit zu massiven Verspätungen und Zugausfällen gekommen. Der Vorsitzende der Landesverkehrsministerkonferenz, der brandenburgische Ressortchef Jörg Vogelsänger (SPD), sagte: "Wir erwarten, dass solche Dinge abgestellt werden." Die Länder bestellen den Nahverkehr.

Die Verkehrsminister forderten den Bund auf, Gewinne der Bahn wieder zu reinvestieren. Dies solle so lange gelten, bis die Bahn auch bei Wetterextremen wieder zuverlässig fahre, betonten sie in einem einstimmig gefassten Beschluss. Allerdings gab es keine Mehrheit für die Aufforderung, der Bund solle auf eine Dividende verzichten. Der Bund verlangt von der Bahn in den kommenden vier Jahren je 500 Millionen Euro. Das Bundesfinanz- sowie das Verkehrsministerium hatten die Forderung der Landesminister bereits im Vorfeld zurückgewiesen. Die Dividende soll aus Erlösen kommen, die die DB Netz AG an die Holding abführt.

Bund will Gewinnabführung ändern

Diese Gewinnabführung will die Bundesregierung beenden. Auch sollen künftig Doppelmandate in der Infrastrukturgesellschaft und der Holding verboten werden. Dies hatten Union und FDP bereits in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Ziel ist es, den Wettbewerb über einen relativ unabhängigen Infrastrukturbetreiber zu verbessern. Dazu wird das Verkehrsressort in Kürze ein entsprechendes Gutachten präsentieren.

Die Grünen machten das Bundesverkehrsministerium für das Winterchaos verantwortlich. Dies erwarte von der DB AG "eine rein betriebswirtschaftliche Optimierung", erklärte der verkehrspolitische Sprecher, Anton Hofreiter.

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11 Kommentare zu "Bahn-Winterchaos: Ramsauer und Grube räumen Fehler ein"

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  • Nun haben wir ja einen neuen Fall: 15 jähriges Mädchen gerät zwischen 2 vorbeifahrenden Zügen in den Tod. Nicht das Alter ist ausschlaggebend. Jeder der dort steht, hätte erfasste werden können.

    Doch was Fakt ist: nach den Tod, werden auf einmal bahnangestellte dorthin versetzt, stehen jeden Tag da und sollen die Leute über die Gleise zum Zug bringen.

    Das ist wieder mal eine zusätzliche Vergewaltigung der Mutter.

    So wie üblich bei der bahn und beim bund.

    Ohne weitere Worte: Taten der diskriminierenden Gewalt, so wie sie in Deutschland üblich ist und schon immer war.

  • zu Punkt4: Richtig er hat einen Unfall gebaut, doch die Schuld ist umstritten, Manomann solche Anwälte möchte "ich" mal haben.

    Wer das Drängeln von Daimler Fahrern auf der Autobahn kennt,...

    Richtig erkannt ist "umstritten", eben...
    Wer Geld hat den Anwalt, mal abgesehen vom imageschaden.
    Aber dass er seinen Chef direkt beschuldigt hat mit dem er Rennen gefahren, ist offiziell anerkannt, gele?
    ---
    zu Punkt 3, sag ich nicht mehr internas aus der bahntechnik, damit Daimler sie für seine Zwecke nutzen kann, und zwar kostenfrei, dauert nicht umsonst so lange die bearbeitung der Achsen so wie grube es festgestellt hat 3,5 Jahre

    Daimler hat schon durch die Lösung des GDL Streiks damals Millionen gespart nach eigenen Angaben, ohne Gegenleistung

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    zu Punkt 2, danke für den Hinweis, ist jedoch nicht wesentlich
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    zu Punkt 1, ich weiß mich zu benehmen.
    Doch zählen werde ich die zahlreiche beleidigungen hier weiter, nachdem mich diese Dame bloggerin @Elsa hieß Sie, darauf aufmerksam gemacht habe.
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    Langsam verstehe ich auch warum die Polizei so reagiert und es dafür bußgelder gibt.

  • @ [7] Mariana mayer:
    1.: ich habe nie behauptet, dass Wissen eine blamage sei.
    2.: Statt beleidigungen zu zählen sollten Sie erstmal ihre beiträge auf Rechtschreib- und Grammatikfehler überprüfen, zur Not mit Hilfe einer Rechtschreibprüfung. in einer zweiten Ausbaustufe könnten Sie noch ein klein bisschen an der Stringenz ihrer Aussagen feilen.
    3.: Nach meinem Verständnis erhöht die bremsung eines iCE mit Hilfe der Wirbelstrombremse unvermeidbar die Radlast und damit die beanspruchung der Radwellen. Dagegen wird die Schiene nur aufgewärmt, was in gewissen Grenzen unschädlich ist, gell?
    4.: Der von als Azubi bezeichnete Mercedes-Fahrer war ein damals 35-jähriger Entwicklungsingenieur, seine Schuld an dem Unfall ist bis heute umstritten (s. entsprechende Prozessberichte von Gisela Friedrichsen im Spiegel). Oder reicht ihnen schon die Kombination "Mann in Mercedes", um ihren persönlichen Schuldspruch sprechen zu können?

  • Urgestein:

    Fährt ein Daimler Fahrer mit seinem Azubi Rennen. Dieser Azubi Manager drängt eine Frau mit kleinem Kind von der Strasse. beide tot.

    Der Fahrer begeht erst mal Fahrerflucht doch hat noch genug grips in der birne sich von einer Raststätte zu erkundigen, wie es dem Fahrer des Wagens geht. Daraufhin wird er idendifiziert.

    Er beschuldigt seinen Vorgesetzten, dieser wäre es gewesen. Dieser Vorgesetzte ist mit ihm Rennen auf der Autobahn gefahren.
    ---
    Der Fahrer wird entlassen doch erhält die beste Anwältin, weiblisch, incl der zugehörigen Talkshow im Fernsehen. Die Anwältin adrett und top angezogen in der Show: Ja, ... es ist doch garnicht geklärt was mit der jungen Frau im Auto los gewesen wäre mit ihrem Kind, und wo der Fehler denn wohl liegen würde, ...

    Es ist doch garnicht nachgewiesen dass der Fahrer schuld seie, man wisse schließlich nicht was im Auto der jungen Mutter passiert seie, ...

    Daimler live

  • beleidigung NR.3 Focus.

    Wir habe ein Neues Projekt beim bloggen.

    Softskills.

    Alle beleidigungen werden gezählt.

    Angestossen hat diesen Prozess: Eine bloggerin anonym, habe den Namen schon wieder vergessen.

    ist aber richtig was sie sagen, es war ein Radreifen. Deswegen ist es aber keine blamage.

    Also beleidigung Nr. 3.

    Die Achsen sind erst später gebrochen und es wurde vermutet, dass es die Wirbelstrombremse ist. Doch die Wirbelstrombremse geht auf Dauer auf die Schienen. Das weiß ich hundertprozentig.
    Daher ist es auch kritisch wenn im Tunnel in Vaihingen der Zug bremst und es kein zugehöriges Fehlermanagment gibt. Die genauen technischen Details zu klären, tja ist äußerst schwierig. Äußerst.

    Komisch, ist dies Wissen auch eine blamage?

  • @ [4] Mariana Mayer: Wie lange wollen Sie sich hier in diesem Forum noch blamieren? Oder meinen Sie nicht, dass ein technisch ausgebildeter Mensch, der ein paar Jahre in der bahnsicherheit tätig war, einen Achsbruch von einem Radreifenbruch unterscheiden können sollte?

  • Um das Thema "Deutsche bahn" mal zusammenzufassen:

    - Service mangelhaft. Da geht es nicht nur um zu heisse oder schleichende iCE, schon die bedienung der Fahrkartenautomaten ist eine Zumutung, die Fahrpläne sind eigentlich nur unverbindliche Vorschläge.

    - Völlig überhöhte Fahrpreise: Z. b. 7.10 € für 38 km im Regionalexpress. Für das Geld kann ich bequem mit dem Auto fahren (Fixkosten, die so oder so anfallen, aussen vor gelassen). Da stellt sich die Frage, wo bleibt der Rationalisierungseffekt, wenn 100 Leute nicht 100 Autos, sondern nur einen Zug benutzen.

    - Subventionen (für Ausbau und Erhalt des Schienennetzes) in Höhe von 3.5 bis 4 Milliarden € jährlich. Da sind 500 Mio € Gewinnabführung ein Nasenwasser.

    D. h., die bahn ist in einem desaströsem Zustand, teuer und ineffizient, man könnte glatt einige Parallelen zu unserem ebenfalls staatlich kontrollierten Gesundheitswesen ziehen. Nicht zu vergessen das deutsche bildungswesen, ebenfalls teuer und ineffizient, man schaue sich nur die Forenbeiträge zum Thema bahnsicherheit und Leiharbeit an.
    Und sonderbarerweise werden diese unhaltbaren Zustände in der Öffentlichkeit schulterzuckend akzeptiert, es gibt sogar immer mehr Leute in Deutschland, die weitere branchen (banken, Energieversorgung usw.) verstaatlichen und damit weitere Subventionsgräber schaffen wollen.

  • Als Daimler Stratege hat Grube nicht gewusst, dass auch bei Daimler kritische Prüfungen am Auto im Werk von Leiharbeitern durchgeführt werden?
    Quelle Stuttgarter zeitung.

    Dann weiß er es jetzt.

    Grube war sicherlich mindestens bei der bundeswehr und hat seinen Dienst abeleistet, oder?

    Also baueropfer ist fehl am Platz.

    Grube hatte bisher Glück. Es gab "offiziell" keine Toten.
    Er hat die Klimaanlagenopfer entschädigt. Lobenswert. Doch dies sind: Sorry, peanuts.

    Erst wenn es um lebenslange Renten geht wird es richtig teuer. Und bei Toten?

    Grube ist hier im Geschäft ein Anfänger?
    Hat noch nicht gelernt über Leichen zu steigen.

    Anfänger.
    ----

    Als die Concord abstürzte erhielten die Menschen Riesenabfindungen. Warum? Weil dort Entscheidungsträger und reiche leute mitgeflogen sind. So einfach ist das. Diese Leute wollen beruhigt sein, dass es Gerechtigkeit auf der Welt gibt. Für diese Familien, die man halten möchte und bei guter Laune.

    Kommt jedoch der normale Arbeiter oder Arbeitlsose unter die Räder ist er bestenfalls Hartz4 und erhält gesundheitlich Grundversorgung und muss sich als Opfer prüfen lassen bis zum geht nicht mehr. So läuft die Opferentschädigung von kleinen Leuten in Deutschland. Durch Hartz4 verschärft.

    Aber das lernen wir noch Grube, gele? Geht ganz fix, wenn erst mal richtig was passiert ist, so wie bei den Achsbrüchen Eschede.

  • Ja unsere Lumpenelite dreht sich im Kreis und weiss nicht ein noch aus. Herr Grube ist nur ein bauernopfer.in der Vergangenheit waren die Mauschelein um Gier zu befriedigen zu gross, so wie bei der bahn gehts im Finanzsektor zu, wir sind schon lange weit weg von gut und böse. Wir sind richtig Pleite, da helfen nur noch Jubelmeldungen der Autoindustrie die niemanden intressieren, die Lebensmittelskandale sind da nur noch billiger ersatz für die Medien.Das Molkepulver vor jahren srahlt immer noch, wo ist das eigentlich gelagert? Asse war auch politisch gewollt, sowie die Lügenmärchen von Statistiken aller Arbeitsamt. Dann noch verlogene bücherschreiber aller Peer der seine Rolle nicht spielen mag er und sein Staatssekretär Asmussen holten erst die Giftpapiere nach Deutschland.
    Werte Frau Mayer warum sollte man den endverbraucher nicht als Versuchstier einsetzen er weiss es ja nicht, und wenn dann war es ein unvermeidbares Unglück, da kann man sich ja versichern und nach langen zögern ein Rückrufaktion starten.
    W.Fischer mit welchen Geld willst du die bahn fit machen, wo ich hinschaue sehe ich nur Schulden, und verarschte Wähler. Das grösste Ding sind natürlich die Staatsanleihen, der erwerb ist Wahnsinn, somit gehen wir nun ins Nirvana. Merkel ist schon so degeneriert die kann nur noch mit Kommissionen,Ausschüssen und sonstwas reagieren,aussitzen ist schon nicht mehr drin die Krise hat erst begonnen auf alles zu wirken und treibt uns vor sich her.

  • Für mich ist nicht nur der jetzige bahn-Chef in der Kritik, sondern und gerade jetzt der jetzige bundesverkehrsminister Ramsauer und seine Vorgänger in der Verantwortung.
    Die bahn-Chefs sind nur befehlsempfänger der Politik (wer wollte unbedingt die bahn an die börse bringen? Und warum?), also für mich liegt der Großteil des bahn-Probleme bei den dafür verantwortlichen Verkehrsministern des bundes und der Länder.
    Alle bahn-Chefs (Manager), hatten keinen Mut sich für die bundesbahn richtig einzusetzen, und das Diktat der Politik, in ihre Schranken zu weißen. ich bin für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, ohne Einflussnahme der Politik, sondern durch Mitglieder der bahn, und den bürgern (pro bahn), ich denke dies wäre der richtige Weg den man jetzt gehen muss. Denn die Politiker haben auf der ganzen Linie versagt.
    Aber man baut von Seiten der Politik ein bauernopfer auf, und dass heißt Rüdiger Grube.
    Der bund als Eigentümer ist in der Pflicht, die bahn für das 21 Jahrhundert fit zu machen, also Herr Ramsauer packen Sie es an.
    Danke

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