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Kostenfrage bei „Stuttgart 21“ weiter offen

Bahnprojekt
Kostenfrage bei „Stuttgart 21“ weiter offen

Für die Mehrkosten des Bahnprojektes „Stuttgart 21“ gibt es auch weiter keine Lösung. Weder Stadt noch Land wollen noch mehr Geld zuschießen. Fortschritte gibt es nur beim Thema Datentransparenz.
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StuttgartEine Lösung im Streit um die Mehrkosten für das Bahnprojekt "Stuttgart 21" bleibt in weiter Ferne. Die Bahn, das Land Baden-Württemberg sowie Stadt und Region Stuttgart einigten sich am Montag lediglich auf ein Verfahren, wie die geforderte Datentransparenz gewährleistet werden soll, wie Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte. In der Finanzierungsfrage beharrten alle Beteiligten auf ihren Forderungen.

Stadt, Land, Region und Bahn hatten sich getroffen, um ihre zuletzt massiven Unstimmigkeiten auszuräumen. Zu denen war es gekommen, nachdem die Bahn im Dezember bekannt gegeben hatte, dass sie davon ausgeht, dass sich das zuletzt mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt auf mindestens 5,6 Milliarden Euro verteuern wird. Der Konzern rechnet zudem mit weiteren möglichen Zusatzkosten von bis zu 1,2 Milliarden Euro, die er gegebenenfalls mit Stadt, Land und Bund teilen möchte.

Hermann und Stuttgarts neuer Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hatten dem Konzern daraufhin mangelnde Transparenz vorgeworfen und von einer "Vertrauenskrise" zwischen den Projektpartnern gesprochen, weil sie sich nicht ausreichend über veranschlagte Mehrkosten informiert sahen.

Die geforderten Unterlagen werde das Unternehmen nachliefern, bekräftigte am Montag Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer im Anschluss an das Treffen. Zudem hätten sich die Sitzungsteilnehmer darauf geeinigt, dass in Stuttgart ein Datenraum geschaffen werde, in den in den kommenden Wochen besonders vertrauliche Unterlagen eingestellt werden sollen. Dort sollen nur ausgesuchte Vertreter der Projektpartner Zutritt bekommen.

Mit dieser Abmachung sei die zuvor angemahnte "Vertrauenskrise" jedoch noch nicht beigelegt, betonte Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn. Der vereinbarte "Verfahrensschritt ist schon mal ganz gut", sagte der Grünen-Politiker. "In der Sache, insbesondere, wer die Kosten trägt, sind wir unterschiedlicher Auffassung", gab er er zu bedenken. Die Stadt Stuttgart hat gut 290 Millionen Euro für das Projekt zugesichert, das Land 930 Millionen Euro. Weder Stadt noch Land sind demnach bereit, noch mehr Geld für "Stuttgart 21" zu zahlen. Die Situation sei "nach wie vor sehr eindeutig", sagte Verkehrsminister Hermann.

Aussagen des Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter (Grüne) zur Kostenentwicklung seien "allenfalls am Rande" der Sitzung Thema gewesen, sagte Hermann. Hofreiter hatte der "Stuttgarter Zeitung" vom Samstag gesagt, er gehe davon aus, dass für das Bahnprojekt sogar ein zweistelliger Milliardenbetrag fällig werde. Die Projektpartner bestätigten das am Montag nicht. Über Zahlen werde erst weiterdiskutiert, "wenn alle Unterlagen da sind", sagte Hermann.

Kommentare zu "Kostenfrage bei „Stuttgart 21“ weiter offen"

Alle Kommentare
  • Die genannte Kostensteigerung von 4,5 auf mindestens 5.6 bzw auf 5.6 + 1 2 = 6,8 Mrd€ enstprechend 24% bzw 51% wäre keine Überraschung im Rahmen öffentlicher Projekte: siehe Elbphilharmonie mit Kostensteigerung von von 77 Mio € auf 575 Mio € entsprechend 647%).

  • Ich bin gespannt, wer sich die Goldene Trottelpalme verdient, die Stuttgarter Bahnhofs-Narren oder die Berliner Flughafen-Hanswurste.
    Helau !!!!
    Und immer fleißig zahlen, Ihr Narren .......

  • Was sollen denn solche Argumente?
    Stuttgart 21 darf gar nicht gebaut werden, denn so viele Dinge stimmen nicht, sodass viele glauben, dass es eine weit höhere Kostensteigerung gibt, und zweistellig ist auch möglich. Mit Verlaub: Die Herren der Bahn, angefangen bei Herrn Grube und Herrn Kefer, haben sich doch so unglaubwürdig gemacht mit ihren Fahrplänen aus der Schweiz. Der Kopfbahnhof muss nur ertüchtigt werden, oder gleich einen Fernbahnhof bei Messe und Flughafen
    mit Anbindung an bestehendes Schienennetz in Leonberg parallel zur Autobahn über Messe ,Airport bis Wendlingen und so weiter. Die Stadt untertunneln ist kompletter Quatsch, die Steigung zur Messe zu steil etc. Der heutige Kopfbahnhof kann wieder hergestellt werden und dient den Nahverkehr.Die Bahnverbindung zum Airport besteht bereits.

  • Der Bahnhof wird von Züblin, einer Firma mit Sitz in Stuttgart und Baresel, ebenfalls aus dem Regierungsbezirk Stuttgart, gebaut. Kostensteigerungen bleiben im Ländle. Clever, die BW-ler.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-zueblin-soll-tiefbahnhof-bauen.a2e57778-1b7f-40a0-88fb-dff625a2c76d.html

  • Nicht die BW-ler sind die "Cleveren", vielmehr sind es die CDU-Seilschaften, die Stuttgart und BW diesen Schwachsinnsbahnhof beschert haben.

  • Es würde mich interessieren mit wie vielen Reisenden man täglich rechnet und was dann die ungeheure Reisezeitverkürzung am Ende pro Kopf gekostet hat.
    Insgesamt kein Fass, aber ein Loch ohne Boden. Die, die diesen Bau angezettelt haben, müssten dort bis zur Fertigstellung ohne Bezahlung mit Hacke und Schaufel beschäftigt werden damit sie in Ruhe über das Projekt nachdenken können. das würde im Zweifelsfall abschreckender wirken als ein erzwungener Rücktritt, der schlimmstenfalls damit endet, dass sich die Urheber des Schlamassels als gut versorgte Ruheständler wiederfinden.

  • Ein Fass ohne Boden. Erstaunlich nur, dass die Grünen ihre Wahlversprechen wieder einmal nicht einhalten. Sie bauen weiter! Und der neue OP Kuhn widmet sich laut der Presse zuerst der Mülleimergrösse.

  • und die Grünen (Verkehrsausschuss damals: Minister Herrmann), die munter weiterbauen lassen, obwohl sie unter eindeutiger Erwartung gewählt wurden.

  • Zitat: "Die, die diesen Bau angezettelt haben ... "

    Meinen Sie die Bevölkerung von BW, die mit deutlicher Mehrheit (60%) den Bau wollte .. ?

  • Es waren auch nachträgliche Sonderwünsche die zu den Kostensteigerungen führen. Diese sollte man als Erstes überprüfen.

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