"BamS": Mini-Erhöhung wird durch Inflation aufgefressen
Regierung dementiert Renten-Nullrunde 2005

Das Sozialministerium hat einen Pressebericht zurückgewiesen, wonach Renten im Jahr 2005 kaum erhöht werden. Zunächst müsse die Lohnentwicklung im laufenden Jahr abgewartet werden, so ein Sprecher.

HB BERLIN. Die Bundesregierung plant derzeit nicht, die Renten im kommenden Jahr nur minimal zu erhöhen. Ein Sprecher des Bundessozialministeriums dementierte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der «Bild am Sonntag», wonach den deutschen Rentnern 2005 «netto eine neue Nullrunde» droht.

Das Blatt berief sich auf interne Berechnungen der Rentenversicherungsträger, wonach nach derzeitigem Stand für das kommende Jahr lediglich eine Rentenerhöhung von 0,38 Prozent im Westen und 0,61 Prozent im Osten möglich sei. Durch die zu erwartende Inflation würde diese geringe Erhöhung keine Vorteile für die Rentner bringen.

Der Ministeriumssprecher wies diese Angaben zurück. Die im Bericht genannten Zahlen entbehrten «jeglicher Grundlage». Er sagte, für eine Entscheidung müsse die tatsächliche Lohnentwicklung für 2004 abgewartet werden. Es zeichne sich aber bereits ab, dass Deutschland am Anfang eines wirtschaftlichen Aufschwungs stehe. Das werde sich positiv auswirken.

Der Präsident des Sozialverbands VdK, Walter Hirrlinger, sagte «Bild am Sonntag», die Rentner müssten «auf Jahre hinaus mit deutlichen Abschlägen rechnen». Sie würden durch die verschiedenen Abschläge, höhere Pflegeversicherungsbeiträge und Rentensteuer «doppelt und dreifach zur Kasse gebeten. Das ist einfach zu viel».

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