Banken könnten Ziel feindlicher Übernahmen sein
Eichel drängt deutsche Großbanken zu Fusionen

Bundesfinanzminister Eichel fordert die deutschen Großbanken zu Fusionen auf - anderenfalls könnten sie ins Visier ausländischer Finanzinstitute geraten.

HB BERLIN. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat die führenden deutschen Großbanken aufgefordert, miteinander zu fusionieren. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab. Im Anschluss an die so genannte Bristol-Runde, einem regelmäßigen Meinungsaustausch deutscher Finanzmanager, habe Eichel die Chefs der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Hypovereinsbank und der Dresdner Bank zu einem separaten Gespräch gebeten, hieß es. Dabei habe er sich besorgt geäußert, deutsche Großbanken könnten das Ziel feindlicher Übernahmen werden. Auch aus wirtschaftspolitischen Gründen sei eine Konsolidierung unumgänglich, weil Deutsche Großbanken nicht mehr in der Lage seien, die mittelständische Wirtschaft mit ausreichendem Kapital zu versorgen, hieß es.

Die Finanzinstitute sondierten seit Eichels Initiative die Chancen von Zusammenschlüssen, berichtete das Magazin weiter. Eichel sagte den Banken seine Unterstützung zu, den Finanzplatz Deutschland zu stärken. So sollen einem internen Positionspapier zufolge alle «unbegrenzt steuerpflichtigen Privatpersonen zwischen 16 und 65 Jahren» die staatlich geförderte und künftig vereinfachte Altersvorsorge, die Riester-Rente, in Anspruch nehmen können.

Außerdem wolle der Minister den Immobilienmarkt stärken. Unternehmen sollen darüber hinaus bei «konzerninternen Transaktionen» keine Grunderwerbsteuer mehr zahlen.

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