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Bankenabgabe: Die Regierung bittet zur Krisenkasse

Der 30. September soll in Deutschland Zahltag für Banken werden. Die Bundesregierung will die Geldhäuser mit einer Zwangsabgabe zur Krisenkasse bitten. Als Resultat aus der Bankenkrise und als Instrument der Bankenrettung soll der Staat künftig auch wichtige Teile eines Geldinstituts selbst gegen dessen Willen abspalten können.

Baustelle Banken: Die Bundesregierung will Banken durch eine Zwangsabgabe an der Bewältigung künftiger Krisen beteiligen. Quelle: dpa
Baustelle Banken: Die Bundesregierung will Banken durch eine Zwangsabgabe an der Bewältigung künftiger Krisen beteiligen. Quelle: dpa

HB BERLIN. Die Bundesregierung macht ernst mit einer Zwangsabgabe für Banken und der möglichen Zerschlagung von großen Geldhäusern. Am Mittwoch bringt das Kabinett das seit langem angekündigte Restrukturierungsgesetz auf den Weg. Noch bis Jahresende sollen die Pläne im beschleunigten Verfahren verabschiedet werden, verlautete am Montag aus dem Finanzministerium. Ziel ist es, riskante Geschäfte von Banken einzudämmen und für künftige Krisen an den Finanzmärkten Vorsorge zu treffen. Der Steuerzahler soll nicht mehr bei Sanierungsfällen einspringen.

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Geregelt werden damit Details für die Bankenabgabe. Sie soll jährlich zum 30. September von allen Kreditinstituten mit Sitz in Deutschland erhoben werden, die durch das Kreditwesengesetz beaufsichtigt werden. Unter anderem Versicherer und Hedge Fonds blieben aus rechtlichen Gründen ausgenommen, da es für sie kein Restrukturierungsgesetz und damit keine Gegenleistung für die Abgabe gibt. Eine Doppelbelastung durch Abgaben in anderen EU-Ländern soll vermieden werden. Mit Großbritannien gebe es dazu Gespräche. Der Bundesverband deutscher Banken, der die Interessen der privaten Finanzinstitute vertritt, wollte am Montag zu dem Thema zunächst keine Stellung nehmen.

Mit den Einnahmen aus der Abgabe soll ein „Restrukturierungsfonds“ errichtet werden. Die Höhe der Jahresbeiträge der einzelnen Institute soll sich nach dem Geschäftsvolumen sowie der Vernetzung des Instituts am Finanzmarkt richten. Die Berechnungsgrundlage soll per Rechtsverordnung festgelegt werden. Die erwarteten Einnahmen für den Krisenfonds ließ das Ministerium offen. Es gebe auch keine Zielgröße. Die Abgabe solle „zumutbar“ sein - ein Institut muss also Gewinne erwirtschaftet haben. Für ertragsschwache Banken ohne Überschuss wird allerdings ein Mindestbeitrag fällig.

Zuletzt waren jährlich 1,2 Milliarden Euro aus der Bankenabgabe erwartet worden. Gemessen an den Gewinnen im Vorkrisenjahr 2006 wären es nach der jetzt geplanten Berechnung rund 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Der Großteil wäre mit 690 Millionen Euro auf die Privatbanken entfallen. Landesbanken hätten 319 Millionen beigesteuert, Sparkassen 60 Millionen und Genossenschaftsbanken 27 Millionen Euro. Die restlichen Institute - etwa Bausparkassen, Bürgschaftsbanken oder die DZ Bank - hätten 268 Millionen Euro gezahlt.

  • 24.08.2010, 08:20 UhrAnonymer Benutzer: Bert

    Kapiert eigentlich niemand, in den banken und der Regierung, das letztendlich jeder bankkunde den banken-Crash bezahlt.
    Also als Kontoinhaber wird das Erste mal besch...en, wenn man das Geld verliert, das Zweite mal, indem ich als Kunde die Strafe bezahlen darf mit meinen Kontogebühren und Verzicht auf "Dividende", egal wie.
    Die Verursacher bezahlen nichts dafür!
    besser wäre es, beteiligungen der banken zu (Zwangs-)verkaufen. Das würde den banken wirklich weh tun.
    Oder der Staat würde stiller Teilhaber bei den banken und könnte so die banken auf Dauer melken.
    Ansonsten ist das ein Kampf Ameisen gegen Elefanten. Wobei der Staat nicht der Elefant ist.

  • 24.08.2010, 04:25 UhrAnonymer Benutzer: karlosdallos

    Ein paar Millionen aufs eigene Konto legen

    für die 1 000 Mrd , die Andere bezahlt haben.

    Und die nächste blase wird 10 billionen kosten.

    Nicht mal ein Witz in der Portokassen!
    Nicht mal gut genug fürs Klopapier.

    in welcher Welt leben Merkel und Co.?

    Die bestehen nicht mal den Piss Test.

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