Bankentrennung

Steinbrück verärgert den DIHK

Finanzminister Steinbrück will Großbanken gesetzlich vorschreiben, das Investmentbanking vom Kreditgeschäft zu trennen. Das kommt beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag gar nicht gut an.
Update: 25.09.2012 - 04:24 Uhr 9 Kommentare
Finanzminister Peer Steinbrück plant Vorschriften für Großbanken. Quelle: Reuters

Finanzminister Peer Steinbrück plant Vorschriften für Großbanken.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Pläne des früheren Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) für eine Aufspaltung von Großbanken wie der Deutschen Bank kritisiert.

"Eine einfache Trennung in gutes Bankgeschäft und schlechtes Bankgeschäft ist nicht ohne Weiteres möglich", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der "Rheinischen Post". "Eine Finanzkrise ließe sich so ohnehin nicht verhindern, denn auch die getrennten Banken wären über bilaterale Geschäfte miteinander verwoben."

Steinbrück will am heutigen Dienstag in der SPD-Bundestagsfraktion ein Konzept vorstellen, wonach Großbanken gesetzlich vorgeschrieben werden soll, das risikoreiche Investmentbanking vom Kreditgeschäft in verschiedenen Tochtergesellschaften zu trennen. Zudem will Steinbrück einen Banken-ESM einrichten.

"Systemrelevante Banken müssen abgewickelt werden können. Dafür allerdings einen europäischen Gemeinschaftsfonds zu schaffen, einen sogenannten Banken-ESM, ist falsch", sagte Driftmann.

  • dapd
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9 Kommentare zu "Bankentrennung: Steinbrück verärgert den DIHK"

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  • Nicht zu vergessen seine Verantwortung in der WestLB oder besser gesagt, wie er diese wahrgenommen hat.

    Letztlich ist es eine Charakterfrage. Typisch Soze!

  • Erst hat Steinbrück die Krise 2008 nicht erkannt, als sie schon zu sehen war.
    Dann hat er den Deutschen zusammen mit Merkel ihre Sparguthaben garantiert. Da könnte man lachen,wenn es nicht so tragisch wäre.
    Die Bürger garantieren sozusagen mit ihrem eigenem Geld ihre Sparguthaben.
    Dann wurden die Banken "gerettet" mit Garantie von deutschen Geldern.
    Die Rettung geht immer weiter....
    Von Ökonomie versteht er genauso wenig wie sein Hamburger Parteibonzengenosse Helmut Schmidt.
    Will in die Schweiz mit der Kavallerie einmarschieren.
    Einfach nur krank.
    Leider haben sehr Viele - wahrscheinlich die allermeisten die VWL studierten keinen Durchblick bzw. sind ideologiebesessen wie diese beiden. Dazu zähle ich auch im Übrigen die Neoliberalen und die Monetaristen.
    Die Parteikarriere ist wie in den Studenzeiten oft wichtiger.
    Wenn es nicht Unwissen- und Unfähigkeit ist, dann auch noch Absicht.
    Man will einen totalitären Einheitsstaat Europa schaffen ein Zentralkomitee - koste es was wolle!!!!!

  • www.wahlalternative2013.de

  • Man sollte evtl.nicht so sehr auf den Fuchs hören, wenn man den Zaun am Hühnerstall reparieren will

  • Als Bundesfinanzminister hat Steinbrück den Banken Milliarden an Steuergeldern zugeschustert. Er ist der eigentliche Initiator der Bail-Out-Politik.

    Jetzt will er sich offenbar für seine Parteilinke als Kanzlerkandidat aufhübschen. Total unglaubwürdig!

  • Nun, diese atbewährte Bankentrennung wieder zu reaktivieren wäre das vernünftigstes. Das aus dem Munde eine Politikers - na Lippenbekenntnisse wie immer vermutlich.

  • Finanzminister Peer St. - hört sich nicht schlecht an. Der Sound der dräuenden großen Koalition? Trennbanksystem, Erbschaftssteuer, Mali statt Boni - die wahren Leistungsträger werden jubeln!

  • Finanzminister? Hab ich was verpasst?
    Liebes Handelsblatt, wie sieht Deine Strategie aus? Das Niveau soweit runterschrauben bis Du argumentieren kannst, für mehr Qualität müsse man eben bezahlen? Und dann gibt es kein kostenloses HB mehr?
    Viel Glück dabei.

  • Ja das ist Wahlkampf von der Sorte wie sie schon lange erwartet wird. Denn Herr Steinbrück ist der einzige der Dreien die als Bundeskanzlerkandidat in Frage käme.
    Nur dass er eigentlich genau weiß, dass man den Banken nichts vorschreiben sollte weil dies meist nach hinten los geht

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