Bayern
Stoiber überrascht mit neuem Kabinett

Nachdem tagelang spekuliert wurde, hat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber sein neues Kabinett überraschend schnell vorgestellt.

HB MÜNCHEN. Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Erwin Huber (CSU), soll neuer Wirtschaftsminister im Freistaat werden.

Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte am Mittwoch in München, mit dem in den Vorstand der Deutschen Bahn wechselnden Amtsinhaber Otto Wiesheu verlasse ein Eckpfeiler der Regierung das Kabinett. „Auf die Schnelle kann ein solches Schwergewicht nur durch ein anderes Schwergewicht ersetzt werden“, sagte er.

Daher habe er Huber den Posten angeboten. Stoiber stellte seine Pläne früher als erwartet der CSU-Landtagsfraktion vor, die nach Angaben von Teilnehmern die Umbesetzungen einstimmig billigte. Ursprünglich hatte Stoiber, der nach seinem überraschenden Verzicht auf einen Ministerposten in Berlin innerparteilich stark in die Kritik geraten war, die Nachfolgeregelung erst Anfang Januar präsentieren wollen. Führende CSU-Politiker hatten aber auf eine rasche Entscheidung gedrängt.

Stoiber begründete die schnelle Kabinettsumbildung jedoch damit, dass der Wechsel Wiesheus erheblich früher festgestanden habe als gedacht. „Das hat für mich die Konsequenz gehabt, mich um eine Nachfolge zu bemühen“, sagte Stoiber. Entgegen vielfältiger Forderungen vor allem jüngerer CSU-Vertreter nach einer deutlichen Verjüngung des Kabinetts beließ es Stoiber nun bei Veränderungen, die der Weggang des 61-jährigen Wiesheu mit sich bringen.

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