Bayern
Stoibers neues Kabinett soll stehen

Eine Woche vor der offiziellen Bekanntgabe der Kabinettsumbildung in Bayern sickern Personalien an die Presse durch. Offenbar will Ministerpräsident Edmund Stoiber nur kleine Veränderungen vornehmen. Seinen Wunschkandidat für die Staatskanzlei soll die CSU-Landtagsfraktion verhindert haben.

HB MÜNCHEN. Wie die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk am Dienstag übereinstimmend berichten, soll der bisherige Staatskanzleichef Erwin Huber Nachfolger des scheidenden Wirtschaftsministers Otto Wiesheu werden. Wiesheu wechselt im Januar als Vorstand für Marketing und politische Beziehungen zur Deutschen Bahn AG.

Dem Bericht des Bayerischen Rundfunks zufolge scheiterte Stoibers Wunschkandidat als künftiger Staatskanzleichef, Umweltminister Werner Schnappauf, am Widerstand der CSU-Landtagsfraktion. Stattdessen solle der bisherige Europaminister Sinner die zuletzt offen zu Tage getretenen Spannungen zwischen Staatskanzlei und Fraktion wieder ausräumen. Sinners Nachfolge soll dem Bericht zufolge die bisherige Umweltstaatssekretärin Emilia Müller antreten, die früher Abgeordnete im Europa-Parlament war.

Wie die Süddeutsche Zeitung weiter schreibt, will Stoiber seinen Sprecher Martin Neumeyer ablösen. Dieser könnte dem neuen Sprechers der Bundesregierung Ulrich Wilhelm als Amtschef im bayerischen Wissenschaftsministerium folgen. Es sei aber auch im Gespräch, dass Neumeyer als Amtschef für Bundesangelegenheiten und Bayerischer Bevollmächtigter im Bund nach Berlin gehe.

Stoiber wollte zwischenzeitlich Wirtschaftsminister im Kabinett der künftigen Bundeskanzlerin Angela Merkel werden, entschied sich dann aber, Regierungschef in Bayern zu bleiben. Wäre er Bundeswirtschaftsminister geworden, sollte Neumeyer beamteter Staatssekretär bei ihm werden. Huber hatte sich für diesen Fall für die Nachfolger von Stoiber als bayerischer Ministerpräsident beworben.

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