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02.05.2007 
Weitere Warnstreiks

Bayerns Autobauern drohen hohe Ausfälle

Die IG Metall hat eine erhebliche Ausweitung der Warnstreiks angekündigt. Besonders empfindlich getroffen werden die bayerischen Autobauer. Bereits heute legten Zehntausende Beschäftigte die Arbeit nieder.

Zehntausende beteiligten sich heute an Warnstreiks. Foto: dpaLupe

Zehntausende beteiligten sich heute an Warnstreiks. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Der für Donnerstag angekündigte Warnstreik bei Audi und BMW führt nach Angaben der IG Metall zu hohen Produktionsausfällen. Wegen des knapp zweistündigen Ausstands an den Standorten Ingolstadt und Dingolfing würden zusammengenommen etwa 1000 geplante Autos nicht gebaut, sagte Bayerns Gewerkschaftschef Werner Neugebauer.

Die Volkswagen-Tochter Audi rechnet nach eigenen Angaben mit einer Produktionslücke von knapp 500 Fahrzeugen. Der Konkurrent BMW, der für Donnerstag die Vorlage seiner Quartalsergebnisse plant, wollte sich zu möglichen Folgen des Warnstreiks nicht äußern. Laut IG Metall wollen bei Audi 15 000 Mitarbeiter und bei BMW 8000 Beschäftigte ihrer Forderung nach mehr Gehalt mit einem vorübergehenden Ausstand Nachdruck verleihen.

Zehntausende Beschäftigte beteiligten sich bereits heute in mehreren Bundesländern an Protestaktionen, wie die Gewerkschaftsbezirke berichteten. Betroffen war unter anderem DaimlerChrysler im baden-württembergischen Sindelfingen, wo die Tarifparteien am Donnerstag eine Lösung finden wollen. In Bayern forderte die Gewerkschaft mehr als 10 000 Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen auf. Am härtesten betroffen war BMW. Im Regensburger Werk des Autobauers beteiligten sich laut IG Metall rund 3 000 Beschäftigte. „Das war die höchste Beteiligung, die wir an diesem Standort je hatten“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Im größten BMW-Werk in Landshut legten den Angaben zufolge 1 200 Mitarbeiter die Arbeit für einen gut einstündigen Warnstreik nieder, nachdem die Gewerkschaft 1 800 Beschäftigte der Frühschicht zu einer Kundgebung aufgerufen hatte. Zu größeren Streikaktionen rief die Gewerkschaft auch bei MAN in München und Bosch-Siemens in Traunreuth sowie über einem Dutzend weiterer Betriebe im Freistaat auf.

Der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer kündigte an, dass die Warnstreiks von Donnerstag an erheblich ausgeweitet werden sollen: „Die Beschäftigten in dieser boomenden Branche sind angefressen und stinksauer über das verhalten der Metallarbeitgeber.“ Laut IG Metall sind alleine in Bayern 70 000 Beschäftigte in 70 Betrieben zu Aktionen aufgerufen.

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