BDA
Arbeitgeber werfen Regierung „Renten-Täuschung“ vor

Im Streit über die außerplanmäßige Rentenerhöhung in diesem Sommer verschärft sich der Ton zwischen Bundesregierung und Arbeitgebern. Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) warf der Regierung am Dienstag eine bewusste Irreführung der Bevölkerung vor.

HB BERLIN. „Offensichtlich soll die wahre Dimension des Ausgabenpakets verschleiert werden", sagte BDA-Geschäftsführer Alexander Gunkel. Er reagierte damit auf Äußerungen von Vize-Regierungssprecher Thomas Steg, der Warnungen der Arbeitgeber vor Mehrbelastungen der Rentenkassen in zweistelliger Milliarden-Höhe als „nicht nachvollziehbar" bezeichnet hatte.

Gunkel spezifizierte seine Berechnungen. Durch die geplante Aussetzung des Riester-Faktors würden die Rentenkassen Jahren mit etwa 740 Mill. Euro (2008), 2,2 Mrd. Euro (2009), je drei Mrd. Euro (2010 und 2011), 2,2 Mrd. Euro (2012) und 740 Mill. Euro (2013) zusätzlich belastet. Insgesamt koste die Sonder-Rentenerhöhung damit etwa zwölf Mrd. Euro. Sozialminister Olaf Scholz (SPD) hatte bislang nur die Belastung für 2008 und 2009 mit etwa 2,5 Mrd. Euro beziffert.

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