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05.09.2007 
Wechsel Mitte November

BDI bestätigt Schnappauf-Nominierung

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) offiziell für das Amt des Hauptgeschäftsführers nominiert. Schnappauf wird dafür nicht nur sein Ministeramt abgeben, sondern auch sein bayerisches CSU-Landtagsmandat und danach auch alle Parteiämter.

Werner Schnappauf. Foto: apLupe

Werner Schnappauf. Foto: ap

HB BERLIN/MÜNCHEN. Die Vizepräsidenten seien dem Vorschlag von BDI-Präsident Jürgen Thumann einstimmig gefolgt, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit. Der 54-jährige Schnappauf solle auf einer außerordentlichen Sitzung von Präsidium und Vorstand am 24. September berufen werden. Er gelte als einer der profiliertesten deutschen Politiker in der Klima-, Umwelt- und Energiepolitik. Der BDI-Spitzenposten ist seit längerem vakant.

„Werner Schnappauf hat immer wieder betont, dass Umweltschutz nur mit der Wirtschaft und nicht gegen die Wirtschaft betrieben werden kann“, sagte Thumann. „Ökologie und Ökonomie sind für ihn kein Gegensatz, sondern ergänzen einander.“ Die Berufung eines anerkannten Politikers auf den Hauptgeschäftsführer-Posten solle beim BDI zugleich Kontinuität wahren und den Verband für die Herausforderungen der Zukunft stärken. „In der globalisierten Welt sind gute Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung“, betonte Thumann.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber begrüßte Schnappaufs Kandidatur beim BDI. „Ich habe ihm auf jeden Fall dazu geraten, diese Herausforderung anzunehmen“, sagte Stoiber am Rande eines Besuchs in Paris. Aus bayerischer Sicht sei es von großer Bedeutung, wenn Schnappauf eine solch herausragende Funktion übernehme. Auf dem neuen Posten könne er viel bewegen, da der Klimaschutz sowohl für die Bundesregierung als auch für die Industrie Priorität habe.

Schnappauf ist neben der Umweltpolitik auch für den Verbraucherschutz und das Gesundheitsressort im Freistaat zuständig. Wegen der zahlreichen Gammelfleisch-Skandale in Bayern steht er in der Kritik. Für die seine Nachfolge als Minister im neuen Kabinett von Beckstein werden CSU-Generalsekretär Markus Söder gute Chancen nachgesagt.

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