BDI „Bundesregierung fehlt Industrie-Konzept“

Scharfe Kritik an der Bundesregierung: BDI-Chef Grillo wirft Schwarz-Rot fehlende Konzeption bei der Entwicklung des Industriestandorts Deutschland vor – und einen einseitigen Fokus auf Sozialpolitik.
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Eine Erdölraffinerie der Firma Shell in Godorf bei Köln: Wird der Industriestandort Deutschland von der Bundesregierung benachteiligt? Quelle: dpa

Eine Erdölraffinerie der Firma Shell in Godorf bei Köln: Wird der Industriestandort Deutschland von der Bundesregierung benachteiligt?

(Foto: dpa)

BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. „Ich kann im Moment keine Konzeption, keine Projekte, keine Richtung erkennen, wie diese Koalition den Industriestandort Deutschland bis 2017 und auch darüber hinaus weiterentwickeln will“, sagte BDI-Chef Ulrich Grillo der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorab-Bericht aus der Dienstagausgabe. Es fehlten konkrete Schritte, um die Investitionen zu erhöhen, den Standort attraktiver zu machen und die gewaltigen Probleme der Demographie anzugehen.

Deutschland falle bei Investitionen und Innovationen zurück, sagte Grillo. Statt dessen befasse sich die Regierung mit Frauenquoten, Mindestlohn und Mütterrente. Allein schon wegen der Alterung der Gesellschaft könne man es sich mit Blick auf den Fachkräftemangel gar nicht leisten, die Menschen so früh in Rente zu schicken.

Auch sei die Industrie besorgt über eine zu starke Belastung energieintensiver Betriebe durch die EEG-Reform. Sollte sich die EU mit der Forderung nach einer Reduzierung der Ausnahmen von der Ökostromumlage durchsetzen, wären manche Betriebe sofort in der Verlustzone und müssten „schnell, sehr schnell zumachen“, sagte Grillo. 800.000 Arbeitsplätze seien in Gefahr. Deshalb benötige man Lösungen mit Augenmaß.

Grillo hatte bereits im Januar gesagt, eine Ausweitung des deutschen Wirtschaftswachstums auf zwei Prozent im laufenden Jahr sei nur möglich, wenn die politischen Weichen richtig gestellt würden. Dafür müsse die Regierung aber weit über das hinausgehen, was ihr Koalitionsvertrag beinhalte. Vor allem müsse die Energiewende völlig überarbeitet und ein Kostenstopp erreicht werden.

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11 Kommentare zu "BDI: „Bundesregierung fehlt Industrie-Konzept“"

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  • Was erwartet und will die Industrie denn von der Regierung?
    Noch mehr Zuwanderung? Noch mehr Billiglöhner?
    Außerdem ist es ohnehin Unsinn, von der Politik was zu erwarten.
    Politiker ist der einzige Beruf in Deutschland, für den man keinerlei Qualifikation braucht.
    Also kann man auch nichts erwarten

  • Din054
    Diese ganzen Fragen stelle ich mir auch

  • Energiewende/EEG abschaffen und für uns ALLE wird das Leben wieder etwas erträglicher und marktwirtschaftlicher. Danke!
    Energiewende/EEG = Armut und Mangel!

  • @DINO54
    Absolut richtig. Den deutschen Großkonzernen und Multis geht es so gut wie niemals zuvor.
    Dank einer miesen Arbeit der Gewerkschaften und der Abhängigkeit der Politik vom Kapital scheffeln alle Millionen, und mit den Arbeitnehmern um einen Mindestlohn feilschen.
    Unwahrheiten verbreiten, Lobbyistenarbeit intensivieren, die Initiative neue soziale Marktwirtschaft finanzieren und Parteispenden in unbekannten Höhen überweisen, das ist die "ARBEIT" des BDI und dann jammern.
    Ein Zitat von George Bernard Shaw:
    Das Übel, das wir zu bekämpfen haben, heißt nicht Sünde,
    Leid, Gier, Pfaffen- und Königslist, Volksverhetzung, Alleinherrschaft, Unwissenheit, Trunksucht, Krieg, Pestilenz oder irgendeine andere Auswirkung der Armut,
    sondern nur die Armut selbst.

  • Wählt doch die Blockparteien generell ab, es gibt doch sinnvolle Alternativen! Muss man millionenfach blindlinks die Blockparteien wählen? Veränderungen sind immer besser.

  • Vor einem Industriekonzept sollte eine Konzept für die Bürger stehen! Es geht immer zu Lasten der Bürger: Rentenbetrug, Manipulation der Rentenbeiträge, ungerechte Steuerprogression, Griff in die Sozialsysteme durch schlechte Politik, Bevormundungen durch die Politik in Berlin, den Ländern und in Brüssel, Bruch des GG und des Maastrichtvertrages, Behinderung von Volksentscheiden, Militär- und Kriegstreiberei, Niedriglöhne, Zeitarbeit, Ausgliederungen und Verunsicherung etc. Es muss mehr Rücksicht auf die Bürger genommen werden, bevor die Geldlobby noch mehr Gehör findet.

  • Fehlendes Konzept der Bundesregierung.
    Schon als Umweltminister in der Schöder Regierung ließ sich H. Gabriel fremd bestimmen. Trotz vieler Warnungen stimmte er für Quecksilberhaltige Energiesparlampen, Kühlmittel die explosiv verpuffen und das Fahrzeug schnell in Brand setzen, wenn Leckagen in den Klimaanlagen der Kraftfahrzeuge auftreten. Als Minister für Wirtschaft fehlt H.Gabriel der Vorbeter, den er in seiner Partei auch nicht finden wird.

  • Fortsezung
    Daran erkennt man übrigens auch, das die Zunahmen dieser negativen Dinge parallel zur Zunahme der Not des Systems stattfinden werden. Am Ende wird man die “GUTEN“ nicht mehr von den “BÖSEN“ unterscheiden können. Schon jetzt ist das schwierig!

    Ach so, für ein Industriekonzept von Merkel besteht überhaupt kein Anlass, wenn die Hütte schon brennt muss erst einmal das Feuer bekämpft werden, danach könnte man, nur leider wird es dazu nie kommen, über den Brandschutz nachzudenken.

  • Nun stellen Sie sich mal vor die Menschen in den Südländern müssten bis zum 65. Lebensjahr oder gar bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Können Sie sich überhaupt vorstellen wie die Arbeitslosenstatistik bei denen dann noch weiter hoch schnellen würde?! Während in Deutschland ja Fachkräfte der billigsten Sorte fehlen und hier noch so etwas wie Wertschöpfung stattfindet um Strukturen wie z. B. im Süden Europas aufrechterhalten zu können. Um das pervertierte System im Gleichgewicht halten zu können, bedarf es eben einer großen Ignoranz gegenüber Gerechtigkeit. Sie wollen doch wohl nicht ernsthaft, im Gegensatz der übergroßen Mehrheit der Wähler von etablierten Parteien, Kritik an diesem System üben?! Dieses Gleichgewicht beansprucht im Übrigen eine kontinuierliche Zunahme von Ungerechtigkeit und von Opfern. Erst dann, wenn die Zahl der betroffenen Opfer eine kritische Masse erreicht hat, lohnt sich Kritik und der Wille diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Ich weiß von meinem Orakel aber, dass die Wähler demnächst wieder weit über 80 Prozent etablierte Parteien wählen werden, also ist doch noch alles in Ordnung, oder?! Sie müssen entweder warten bis aufgrund der “Schmerzen“ es genügend Leuten reicht und mit Ihnen bereit sind dem kompletten System zum Einsturz zu verhelfen oder abwarten das es von selbst kollabiert und das wird es ganz sicher.

    Unser Geld-Zins System hat eine garantierte Endlichkeit und der nähern wir uns mittlerweile mit zunehmender Geschwindigkeit. Brüche des Systems und deren verzweifelte Heilungsversuche werden zunehmen, bis nichts mehr geht. Für nachfolgende Generationen wird es dann sehr wichtig sein mit einem ganz anderen Geld System von vorne anzufangen und die Menschheit als ganzes und nicht nur irgendwelche Eliten in eine bessere und gerechtere Zukunft zu führen. Bis es soweit ist, werden wir von den “GUTEN“ noch sehr viele Lügen hören und perfidesten Betrug sehen. Daran erkennt man übrigens auch, das die Zunahmen dieser negativen Dinge parallel zu

  • Welches Konzept meint der BDI ?

    Meint man die geschaffenen menschen verachtenden Werkverträge, Leiharbeit, Sklavenlöhne oder den in Europa, von Steuergeld bezahlten, Lohn-Dumping-Vandalismus?
    Oder meint man die manipulierten Statistiken wie u.a. , der Fachkräftemangel ?

    Welches Konzept vermisst man ?

    Oder meint man eine weitergehende, zunehmende Unterstützung des kranken, perversen LOBBYISMUS ?

    NEIN, es müssen wieder die notwendigen LEITPLANKEN im Arbeitsrecht installiert werden !

    Mit mehr Freiheiten u.a. im Arbeitsrecht kommen zu viele Unternehmen, Arbeitgeber, Manager nicht klar , man ist noch nicht soweit, leider bewegen wir uns, oder sind es schon in einigen Branchen, ins 19. Jahrhundert !!!

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