BDI
FDP kritisiert "Geschmäckle" bei Röttgen-Wechsel

Aus Sicht der FDP ist der Wechsel des Merkel-Vertrauten Norbert Röttgen an die Spitze des BDI ein Zeichen für Schwäche der großen Koalition. Der Wechsel habe ein "Geschmäckle.

HB BERLIN. "Wenn das Regierungsschiff in schwerer See ist, verlassen die ersten Schwermatrosen das Deck", sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel dem Handelsblatt. Röttgens Wechsel habe ein "Geschmäckle", sagte Niebel: Es sei bemerkenswert, dass "diese und die abgewählte Regierung ein enorm lockeres Verhältnis zu der Frage von Verwendung nach dem Ausscheiden aus dem Amt hat. Das hat etwas von Patronage."

Nach den Worten von FDP-Vize Rainer Brüderle kommt auf Röttgen ein Spagat zu. "Es wird spannend, wie Herr Röttgen den Sprung aus dem Pudding in den Sattel hinbekommen will", sagte Brüderle dem Handelsblatt. Bislang habe er die "Stillstandspolitik der vereinigten Sozialdemokraten aus Union und SPD" verteidigt. Als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) werde er sich der Einsicht in die Notwendigkeit von liberalen Reformen in Deutschland nicht länger verweigern können. "Herr Röttgen muß jetzt nicht nur bei der Mehrwertsteuererhöhung Farbe bekennen. Stimmt er der wachstums- und beschäftigungsfeindlichen Steuererhöhungspolitik als Bundestagsabgeordneter weiter zu oder will er als BDI-Hauptgeschäftsführer mehr Markt und Freiheit in Deutschland. Einen Dauer-Spagat zwischen beiden Ämtern wird er nicht lange aushalten."

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