BDI-Präsident

Keitel kritisiert Flickschusterei

Für einen „inakzeptablen Zustand“ hält Hans-Peter Keitel die Haltung der Bundesregierung in Sachen Energiewende. Die Regierung weiche zeitnahen Lösungen aus, sagt der BDI-Präsident.
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Hans-Peter Keitel kritisiert die Bundesregierung für ihre Energiepolitik. Quelle: dapd

Hans-Peter Keitel kritisiert die Bundesregierung für ihre Energiepolitik.

(Foto: dapd)

BerlinHans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), hat der Bundesregierung Flickschusterei bei der Energiewende vorgeworfen. „Wir vermissen einen zwischen den unterschiedlichen politischen Akteuren verlässlich abgestimmten Kurs“, sagte Keitel dem Handelsblatt.

Die Bundesregierung habe viele Einzelziele verkündet, offenbar ohne anfangs ein konsistentes Gesamtbild vor Augen zu haben. Hinzu seien Ziele auf europäischer Ebene sowie auf Landes- und kommunaler Ebene gekommen. „Diese energiepolitische Flickschusterei läuft einander teilweise zuwider. Sie macht die Energiewende noch komplexer und teurer, als sie ohnehin schon ist“, sagte Keitel.

Der BDI-Präsident forderte ein Frühwarnsystem, mit dem die Energiewende wirtschaftlicher gelingt. „Die Förderung der Erneuerbaren in ihrer jetzigen Form ist viel zu teuer; sie lassen sich nicht mehr sinnvoll ins System integrieren“, sagte Keitel. Die Bundesregierung habe die Fehler erkannt, scheine aber zeitnahen Lösungen auszuweichen. „Das ist ein inakzeptabler Zustand“, sagte Keitel.

 
  • sig
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9 Kommentare zu "BDI-Präsident: Keitel kritisiert Flickschusterei bei Energiewende"

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  • Neue Politiker braucht das Land

    Der Vorteil eines Salzstocks ist das sich Salz unter Druck plastisch verhält und Risse selbständig schliesst.

    In diesem Sinne schliesst sich auch der Salzstock Asse um etwa 2cm/Jahr. In der Ökopropaganda heisst dies "Asse stürzt ein"

    Da bedarf es keiner Politiker die nachsehen. Vielleicht sollte man auch wenn man im 1 Semester eines sozialwissenschaftlichen Studiums steckt ein wenig nachdenken.

    Vandale

  • Ich stimme Herrn Keitel zu, die Regierung muss schnell den Beschluss fassen, die Entlastung der Industrie bei der EEG-Umlage und den Netzentgelten zurückzunehmen. Nur auf Basis einer gerechten Lastenverteilung lässt sich das Projekt Energiewende realisieren.
    Auch und insbesondere die Deutsche Industrie muss ihren Beitrag zur Energiewende leisten und darf nicht nur vom Ausbau der Erneuerbaren Energien durch die gesunkenen Börsenpreise für Strom profitieren.

  • Man kann von gewählten Volksvertretern kein professionelles Projektmanagement verlangen. Das ist es nämlich was bei der Energiewende oder beim Berliner Flughafen gefordert ist. Was in der privaten Wirtschaft Gang und Gebe ist und wo professionelle und ausgebildete Projektmanager nach den modernen Regeln und Standards der Projektleitung agieren. Die Politiker ignorieren das schlicht und meinen mit durchwurschteln ginge das auch. Das Ergebnis ist eine enorme Zeitverzögerungen und Verdopplung der Kosten zu Lasten der Bürger. Es ist eine Schande, daß wir von solchen Diletanten und Amateuren regiert werden.

  • Ist mir alles schnurzpiepegal, ich will billigen Strom - Atomstrom! So! Oder: Grüne/Energiewendler/Politiker u;a; erleuchtete Apostel zahlen mir meine Strom-/Gazsrechnung. Dann können sie machezn was sie wollen!

  • Klar, die zugemauerten Salz-Dunkelkammern werden
    natürlich laufend auf Risse, e.t.c überwacht,
    ha,ha,ha.....
    Und Altmayer schaut persönlich nach dem rechte.

  • @ NeuePolitikerBraucht DasLand
    Sie haben recht! Wir bräuchten wirklich einen kompletten Satz neue Volksvertreter - und da haben wir das Problem: Wir leben in einer Demokratie und der "Souverän" ist alles andere als wahlfähig.
    Durch die konsequente Volksverblödung in den Medien und dem kranken Politmarketing der etablierten Parteien ist doch die wahlberechtigte Allgemeinheit gar nicht mehr fähig über den eigenen Tellerrand hinwegzusehen und das anzustreben was wirklich wichtig ist:
    Freiheit für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches!!! Leben.
    Eine saubere Umwelt.
    Eine lebenswerte Gesellschaft in der an eine Zukunft mit Kindern und Familie geglaubt wird.
    Bildung und eine qualifizierte Medienlandschaft für eine offene, freie und internationale Gesellschaft.

    Was bekommen wir stattdessen: Immer mehr Einschränkungen der persönlichen Freiheiten aufgrund von falscher Überfürsorge durch den Staat.
    Neiddebatten und Gleichstellungsbeauftragte, Frauenquoten- und Homoehendiskussionen, Rauchverbote und Fahrradhelmpflicht, Steuererhöhungen und Staatsverschuldung ohne Ende,Energiepolitik ohne Sachverstand und Perspektive etc. etc.

    Machen wir uns nichts vor, wir haben die Volksvertreter die wir verdient haben: Selbstverliebt, machtgeil und dogmatisch bis in die Idiotie oder gleich schon aus der Idiotie kommend (siehe Grüne, Linke, SPD etc.)

    Ich glaube wir müssen mit diesem kleinsten gemeinsamen Nenner der sich Bundestag nennt weitermachen und Ekelgefühle und Würgreiz ertragen. Bundestagswahl heisst doch inzwischen die Wahl zwischen Pest und Cholera zu haben. Eine andere Gesellschaft werden wir so schnell nicht bekommen :o)

  • Hi Neue Politiker braucht das Land...Die Einlagerung radioaktiver Abfälle im Salz wird seitens der naturwissenschaftlich orientierten Fachleute als ideal empfunden.

    Die Barriere gegenüber der Biosphäre wird nicht durch eine 1,1mm dicke Wand aus Kohlenstoffstahl gegeben, diese dient dem Transport, sondern durch eine 700 - 1000m dicke, undurchlässige Schicht.

    In Deutschland lagert man chemotoxische Abfälle seit Jahrzehnten in ehemaligen Salzstöcken ein. Die Einlagerung radioaktiver Abfälle hat man in Asse erfolgreich demonstriert. Die WIPP Anlage zur Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in den USA ist ein weiteres erfolgreiches Beispiel das auch ein wenig auf den Erfahrungen in Asse profitiert.

    Vandale
    Vandale


    Man hat

  • In Wahrheit hat man es bei der Energiewende, als auch dem
    Abschalten von Atomkraftwerken mit riesigen industriellen Projekten zu tun, die eine Projektsteuerung notwendig machen, die von Hohlköpfen wie unserer Politiker es sind, nicht geleistet werden kann.
    Berliner Flughafen und Elbphilharmonie sind ein Beispiel.
    Was die Grünen angeht, die haben fleißig mit Steuergeld die Umwelt vernichtet, mir fällt nichts ein, was die Grünen zu einem erfolgreichen Ende gebracht haben.

    Wie dumm und abgebrüht muß man sein, radioaktive Fässer im Salz zu verbuddeln.
    Ein Student im 1. Semester weiß, daß die Fässer durchrosten und eindringendes Wasser Radioaktivität aufnimmt und bis an die Oberfläche hinaufsteigt.

  • "Die Bundesregierung habe viele Einzelziele verkündet, offenbar ohne anfangs ein konsistentes Gesamtbild vor Augen zu haben."

    Ich befürchte, das haben die sehr wohl vor Augen...

    Europa, Europa über alles - ganz besonders über alles Deutsche.

    Deutschland steht voll auf der Bremse,
    bis die Infrastruktur der restlichen EU auf mindestens dem deutschen Niveau angepasst ist.

    Gegen jegliche ökonimische Vernunft wird alles gegen ein "Europa der zwei Geschwindigkeiten" getan;
    statt die einzelnen, bestehenden, erfolgreichen Cluster massivst zu fördern und zu unterstützen, entzieht man dort die Kohle und investiert über Brüssel im Niemandsland in irgenwelchen verarmten Regionen wo das Geld dann versickert...

    das ist doch kein Zufall, daß sich "Deutschland abschafft" - das ist die politische Vision!

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