BDI-Präsident übt Kritik
Managergehälter: Keitel wirft Politikern Populismus vor

Von den Regierungsvorschlägen zu Managergehältern hält der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, nicht viel. Als "Populismus" kritisierte er die Pläne, Manager mehr in Haftung zu nehmen.

HB BERLIN. In der Zeitung "Die Welt" (Samstag) warf er Politikern der großen Koalition Populismus vor und forderte sie zu einem "anständigen Umgang" mit Vertretern der Wirtschaft auf. "Politiker, die sich Manager als neue Feindbilder aussuchen, vergessen, dass Eliten in anständiger Weise miteinander umgehen sollten", sagte Keitel.

Die Koalitionsfraktionen hatten sich in der vergangenen Woche auf schärfere Regeln für Manager geeinigt. Unter anderem sollen die Haftungsregeln für Unternehmensvorstände verschärft und der Wechsel von Vorständen in den Aufsichtsrat erschwert werden.

Auch die anhaltende Diskussion darüber, ob angesichts Massenentlassung und steigender Arbeitslosigkeit soziale Unruhen drohen, ärgert Keitel. "Wir kommen nur mit sozialem Frieden wieder aus der Krise heraus. Soziale Unruhen auch nur fahrlässig herbeizureden, das ist wirklich Zündeln", sagte er.

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