BDI will Briten-Bekenntnis in Berlin
„Ein Brexit führt uns alle in die Sackgasse“

Vor dem Besuch des britischen Premiers David Cameron in Berlin, hat BDI-Chef Kerber von den Briten ein klares Bekenntnis zu Europa eingefordert. Ohne Großbritannien sei die Wettbewerbsfähigkeit der EU in Gefahr.
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BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat von der britischen Regierung ein klares Bekenntnis zur EU gefordert. Unmittelbar vor dem Besuch des britischen Premierministers David Cameron in Berlin warnte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber vor den Folgen eines britischen Austritts.

„Ein Brexit führt uns alle in die Sackgasse“, teilte er am Freitag in Berlin mit. Großbritannien würde nach einem Austritt weniger Investitionen aus dem Ausland erhalten. Die EU werde international erheblich an Gewicht verlieren. Kerber verwies darauf, dass Großbritannien ein enger wirtschaftspolitischer Partner Deutschlands ist.

„Die Briten sind für uns entscheidend, wenn es darum geht, den europäischen Binnenmarkt zu vertiefen, den Zugang zu neuen Märkten zu erschließen und für strukturelle Reformen zugunsten der europäischen Wettbewerbsfähigkeit einzustehen“, sagte er.

Cameron hat ein Referendum über den Verbleib seines Landes in der EU vor Ende 2017 angekündigt. Bei einer Tour durch EU-Hauptstädte lotet er derzeit aus, ob die Partner auf seine Forderung einer Reform der Union und der EU-Verträge eingehen werden. Er fordert eine Rückverlagerung von Kompetenzen auf nationale Ebene. Am Mittag kommt er in Berlin zu Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " BDI will Briten-Bekenntnis in Berlin: „Ein Brexit führt uns alle in die Sackgasse“"

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  • Aufwachen, Markus, in der Sackgasse sind wir längst gelandet! Oder wie interpretieren Sie die Euro-Dauerrettung, die hohen Arbeitslosenzahlen, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, Reformbereitschaft und das fehlende Wirtschaftswachstum in der vor allem südlichen EU?

  • Mensch Markus, mach dir nicht in die Hose. GB versinkt ja nach dem Austritt nicht im Meer. Vor EU-Zeiten hat man gut zusammengearbeitet, das wird man auch weiterhin tun. Man kann es niemandem übelnehmen, wenn er selbständig sein will. Und daß die EU international an Gewicht verlieren wird, das ist eine Nachplapper-Floskel von
    Überängstlichen, die kein Selbstwertgefühl besitzen und denken, nur die Größe machts. Nimm dir ein Beispiel an der Schweiz. Die leben gar nicht so schlecht und fragen sich nicht ständig, wieviel oder wie wenig Gewicht sie in der Welt haben oder brauchen. Und damit sind sie nicht alleine.

  • Der Brexit würde uns in die Freiheit führen.Lediglich für die Marionettenspieler der NWO wäre es eine Sackgasse.Hr.Kerber hat sich geoutet.
    Allerdings besteht wenig Hoffnung .Cameron ist eine gebriefte Marionette.Der Brexit ist nur die Mohrrübe ,die man dem britischen Esel vor die Nase gehalten hat.Notfalls muß das Wahrheitsministerium bei den Abstimmungsergebnissen einspringen.

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