BDS-Präsident sieht bei Reform langfristig höheres Steueraufkommen: Mittelstand fordert einheitliche Steuersätze

BDS-Präsident sieht bei Reform langfristig höheres Steueraufkommen
Mittelstand fordert einheitliche Steuersätze

Der Präsident des Selbstständigenverbandes BDS, Kurz, hat gefordert, in Unternehmen verbleibende Gewinne von der Steuer zu befreien. Zudem müsse die Besteuerung von Kapital- und Personengesellschaften vereinheitlicht werden.

HB BERLIN. In der Diskussion über eine Reform der Unternehmensbesteuerung in Deutschland hat der Bundesverband der Selbstständigen (BDS) gefordert, in Unternehmen verbleibende Gewinne von der Steuer ganz zu befreien.

BDS-Präsident Rolf Kurz sagte der Nachrichtenagentur dpa, Unternehmen des Mittelstandes seien deshalb so stark auf Kredite angewiesen, weil im Betrieb verbleibende Gewinne besteuert werden. «Geringes Eigenkapital ist das Kernproblem der Finanzierungskrise im Mittelstand.»

Kurz kritisierte, dass es bisher keinen Unterschied mache, «ob ich den Gewinn verprasse oder in neue Maschinen investiere». Aus guten Gründen sei bis 1956 der nicht entnommene Gewinn von der Steuer freigestellt worden, erläuterte der BDS-Präsident, wie dpa am Sonntag berichtete. «Was damals in den Zeiten des Aufbaues richtig war, kann heute nicht falsch sein», sagte Kurz weiter.

«Natürlich wird der Finanzminister aufschreien, weil er kurzfristig Steuerausfälle befürchtet», ergänzte der Mittelstandsvertreter. Dem stünden aber mehr Investitionen, gerettete Firmen sowie Arbeitsplätze gegenüber. Kurz forderte zudem, dass die unterschiedliche Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften abgeschafft werden müsse.

Personengesellschaften kämen zusammen mit dem Solidaritätszuschlag sowie der Einkommen-, Kirchen- und Gewerbesteuer auf einen Steuersatz von bis zu 48 Prozent, Kapitalgesellschaften dagegen auf bis zu 38 Prozent, erklärte Kurz. «Eine Reform würde sich von selbst finanzieren: Niedrigere Steuersätze sorgen für ein höheres Steueraufkommen.» Zudem müsse das System stark vereinfacht werden. «Der Mittelstand zerbricht an der Steuerbürokratie, an fehlender Kontinuität und Planbarkeit.»

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