Beatrix von Storch
AfD-Vizechefin beleidigt deutsche Nationalmannschaft

Nach dem EM-Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft meldet sich die Vize-Chefin der AfD, von Storch, mit einem beleidigenden Tweet zu Wort. Und provoziert damit heftige Reaktionen.

BerlinDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Endspiel der Europameisterschaft verpasst. Naturgemäß fragt sich danach jeder, woran es denn gelegen haben mag, dass das Team von Bundestrainer Joachim Löw im Halbfinale am Donnerstagabend in Marseille gegen Gastgeber Frankreich mit 0:2 (0:1) verloren hat.

Auch die AfD ist mit einer Erklärung schnell zur Hand. „Vielleicht sollte nächstes mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen?  #GERFRA #DieMannschaft“, schrieb die Vize-Chefin der Partei, Beatrix von Storch, auf Twitter. Kurze Zeit später löschte sie den Kommentar wieder und lieferte auf ihrer Facebook-Seite eine andere Sicht auf das Thema.

Die Reaktionen auf den Twitter-Eintrag waren da schon längst in der Welt. "Die griesgrämige AfD dreht wieder durch. Unfassbare Borniertheit", erklärte der CDU-Bundesvize Armin Laschet. „Dummheit pur!“, schrieb SPD-Bundesvize Ralf Stegner bei Twitter. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu nannte von Storch „eine üble Rassistin, die das gesellschaftliche Klima in unserem Land vergiftet“. Und er fügte hinzu: „Sie brauchen eine Therapie!“

Volker Wissing, FDP-Präsidiumsmitglied und rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister, spielte auf Twitter auf frühere Beleidigungen der deutschen Fußballer durch die AfD an: „Neues Feindbild der #AfD: #DieMannschaft! Erst #Gauland gegen #Boateng, jetzt #Storch gegen die National-Elf...“

AfD-Vize Alexander Gauland hatte kurz vor Beginn des EM-Turnier in Frankreich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, „die Leute“ fänden den dunkelhäutigen Nationalspieler Jerome Boateng als Fußballer gut, aber sie wollten „einen Boateng“ nicht als Nachbarn.

Wohl angesichts der Aufregung um ihren Eintrag bei Twitter, ruderte von Storch auf ihrer Facebook-Seite wieder zurück und erklärte, dass "unsere Nationalmannschaft" das Weiterkommen verdient gehabt hätte - "nach ihrem besten Spiel der ganzen EM". Zugleich griff sie die Presse an, die ihren Tweet als rassistisch gewertet hatte.

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