Beck fordert Nachbesserung: Neue Debatte um Rente mit 67

Beck fordert Nachbesserung
Neue Debatte um Rente mit 67

Nur wenige Tage nach der Vereinbarung einer rascheren Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre ist in der Koalition wieder Streit darüber ausgebrochen.

HB BERLIN. Führende SPD-Politiker forderten am Wochenende Ausnahmen für bestimmte Berufe und generell bessere Beschäftigungschancen für Ältere. Die CDU ermahnte den Koalitionspartner, das Vorhaben nicht in Frage zu stellen. „Das Durcheinander in der SPD muss jetzt ein Ende haben“, sagte Generalsekretär Ronald Pofalla.

Der Vorschlag von Arbeitsminister Franz Müntefering für eine frühere Umsetzung der Rente mit 67 sei vernünftig, sagte Pofalla. Das sollten auch die stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ute Vogt und Kurt Beck „endlich zur Kenntnis nehmen, statt mit dem Thema Wahlkampf zu betreiben“. Die große Koalition hatte sich erst am Mittwoch im Kabinett auf einen Zeitplan für die schrittweise Heraufsetzung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre geeinigt. Sie soll im Jahr 2012 beginnen und 2029 abgeschlossen sein. Im Koalitionsvertrag war von einer Frist bis spätestens 2035 die Rede gewesen.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder kritisierte Münteferings Vorgehen und erinnerte an die Koalitionsvereinbarung. „Wenn jemand eine andere Vorstellung entwickelt, dann sollte er vorher mit den Koalitionsfraktionen sprechen“, sagte Kauder. „Wir sind kein Abnickverein.“

SPD-Vize Beck forderte, die Erhöhung des Rentenalters mit einer sozialen Komponente abzufedern und differenzierte Lösungen für Berufe wie Dachdecker oder Schichtarbeiter zu finden, in denen man nicht bis 67 arbeiten könne. „Hier müssen wir mit der Öffnung von Tarifklauseln oder auch staatlicher Unterstützung dafür sorgen, dass diese Leute ohne Abschläge mit 65 in Rente gehen können. Alles andere ist unzumutbar“, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident.

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