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02.05.2008 
Umfrage

Beck sackt auf neues Tief

Kurt Beck schafft es nicht: Auch die neu aufgeflammte Debatte um Managergehälter kann dem SPD-Chef keine Plusprunkte bringen. Im Gegenteil: Der Rückhalt der Wähler ist einer Umfrage zufolge auf einen neuen Tiefpunkt gesunken.

Kurt Beck kann bei den Wählern nicht punkten. Foto: dpaLupe

Kurt Beck kann bei den Wählern nicht punkten. Foto: dpa

HB BERLIN. Nur noch 23 Prozent sind laut neuem „ARD-Deutschlandtrend“ mit seiner Arbeit zufrieden und damit noch ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Das ist die niedrigste Zustimmung, die in dieser monatlichen Umfrage je für den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten gemessen wurde. Auf Platz eins der Rangliste der beliebtesten Politiker liegt weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel.

69 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge mit Becks Arbeit nicht zufrieden. Ähnlich negativ wird nur Linksparteichef Oskar Lafontaine beurteilt. Mit dessen Arbeit sind 70 Prozent nicht zufrieden. Auch Merkel verlor drei Prozentpunkte, gilt mit 68 Prozent Zustimmung aber trotzdem immer noch als beliebteste Politikerin. Auf Platz zwei folgt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 66 Prozent.

Noch deutlicher wird der Abstand zwischen Merkel und Beck bei der Kanzlerwahlfrage. Würde der Regierungschef direkt gewählt, würden sich 68 Prozent für Merkel (plus 2) und nur noch 14 Prozent (minus 2) für Beck entscheiden. Damit erreicht Merkel mit 54 Punkten den bislang größten Vorsprung vor Beck.

Im Vergleich mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier fällt der Abstand geringer, aber immer noch deutlich aus. In diesem Fall würden sich 55 Prozent (plus/minus 0) für Merkel und 26 Prozent (minus 5) für den Außenminister entscheiden.

Bei der der Sonntagsfrage kommt die Union unverändert auf 37 Prozent. Die SPD legt im Vergleich zum Vormonat einen Punkt zu und erreicht 27 Prozent der Stimmen. Die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf zehn Prozent. FDP und Linke liegen unverändert bei zehn und zwölf Prozent. Für die Sonntagsfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Warum die CSU zittern muss

Nicht nur für SPD-Chef Beck verheißt die neue Umfrage nichts Gutes. Die CSU muss demnach bei der Landtagswahl im September um ihre absolute Mehrheit fürchten. Die Partei würde derzeit auf nur 48 Prozent der Stimmen kommen, ermittelte infratest dimap. Das waren vier Prozentpunkte weniger als bei der letzten Bayern-Umfrage des Instituts im Januar.

Unpopulär ist danach insbesondere CSU-Chef Erwin Huber: Nur 28 Prozent der Bayern sind mit seiner Arbeit zufrieden. Größere Zustimmung bekommen Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein und CSU-Vize Horst Seehofer, die auf Werte von jeweils 48 Prozent kamen. Laut Umfrage würden zudem mit FDP und Freie Wählern zwei zusätzliche Parteien in den bayerischen Landtag einziehen.

Die seit Jahren im Umfragetief darbende bayerische SPD legt um zwei Punkte deutlich zu. Mit 23 Prozent nähern sich die Sozialdemokraten ihrem Wahlziel von 25 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei zehn Prozent, die seit 1994 nicht mehr im Münchner Maximilianeum vertretene FDP unverändert bei sechs Prozent. Die Freien Wähler verbessern sich um zwei Punkte und erreichen fünf Prozent. Die Linke kommt auf vier Prozent, würde damit aber an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. In der vergangenen Woche hatte die CSU in einer anderen Umfrage sogar bei nur 44 Prozent gelegen.

Populärste Unionspolitikerin in Bayern ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 61 Prozent Zustimmung. Auch bei den CSU-Anhängern liegt Merkel mit 78 Prozent weit vor den heimischen Politikern, während nur die Hälfte mit Hubers Arbeit zufrieden ist. Mit Hubers Tandempartner Beckstein sind 69 Prozent der CSU-Anhängerschaft zufrieden, mit CSU- Vize Horst Seehofer 63 Prozent.

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