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04.07.2008 
Umfrage

Beck stürzt in Umfrage weiter ab

Kurt Beck schafft es nicht, die Wähler für sich zu gewinnen. Im Gegenteil. Die Zufriedenheit der Bürger mit SPD-Chef hat nach einer Umfrage einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Kommt bei den Wähler noch immer nicht gut an: SPD-Chef Beck. Foto: dpaLupe

Kommt bei den Wähler noch immer nicht gut an: SPD-Chef Beck. Foto: dpa

HB BERLIN. Nur noch 18 Prozent - so wenig wie noch nie im ARD-Deutschlandtrend - sind mit Becks Arbeit zufrieden. Er verliert damit im Vergleich zum Vormonat drei Punkte und schneidet schlechter ab als alle anderen abgefragten Spitzenpolitiker.

Angeführt wird die monatliche Liste der beliebtesten Politiker im Juli von Becks Stellvertreter in der SPD, dem Außenminister und potenziellen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, mit dem 67 Prozent der Bürger (minus 6) zufrieden waren. Auf Platz 2 folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit 66 Prozent (minus 5), auf Platz 3 Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 52 Prozent (minus 2).

Im direkten Vergleich für den nur theoretischen Fall einer Kanzler-Direktwahl liegt Merkel weiter klar vor dem SPD-Chef und dem Außenminister: bei Beck im Verhältnis 67 zu 13 Prozent, bei Steinmeier im Verhältnis 57 zu 29 Prozent. Beim Profilvergleich zwischen Steinmeier und Beck liegt der Außenminister in den meisten Punkten klar vorn: darunter in der Repräsentierung Deutschlands in der Welt (69 zu 10 Prozent), bei Sympathie (59 zu 19), Glaubwürdigkeit (58 zu 14), Erfahrenheit (38 zu 26) und Wirtschaftskompetenz (43 zu 15). Nur bei der Nähe zu den Menschen (31 zu 41) und dem Einsatz für „die kleinen Leute“ (22 zu 37) liegt Beck vor Steinmeier.

In der Frage nach dem Wahlverhalten bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag legen die Koalitionsparteien im Vergleich zum Vormonat zu: die Union um zwei Punkte auf 36 Prozent, die SPD um einen Punkt auf 25 Prozent. Die Oppositionsparteien verlieren jeweils einen Punkt: die Linken kommen auf 13 Prozent, die Freidemokraten auf 12, die Grünen auf 11.

Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber äußerte sich besorgt über die insgesamt „ungewöhnlich schwachen“ Umfragewerte der Union, „zumal sie eigentlich von der extremen Sklerose der SPD profitieren und mindestens bei 40 Prozent liegen“ müsse. CDU und CSU dürften sich nicht auf die Popularität der Kanzlerin verlassen, sondern müssten ihr Profil schärfen. Ein allein auf Merkel zugeschnittener Bundestagswahlkampf werde 2009 nicht zum Sieg führen, sagte Huber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Das Ziel der Union auf Bundesebene muss sein: 40 plus X.“

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