Beckstein möglicher Nachfolger für Stoiber
Stühlerücken für eine große Koalition

Noch sind die Fronten in der Kanzlerfrage verhärtet, dennoch betonten Union und SPD am Dienstag aufeinander zugehen zu wollen. Unterdessen werden mögliche Namen für einzelne Posten gehandelt. Auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber könnte nach Berlin wechseln.

HB MÜNCHEN. Innenminister Günther Beckstein (CSU) soll in Bayern aller Voraussicht nach neuer Ministerpräsident werden, wenn der Amtsinhaber und CSU-Chef Edmund Stoiber nach Berlin wechselt. In der Landtags-CSU gab es nach dpa-Informationen am Dienstag klare Signale zu Gunsten von Beckstein. Auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf mehrere Mitglieder der CSU-Spitze, alles laufe auf den 61-jährigen Franken hinaus.

Ein Wechsel Stoibers nach Berlin gilt als immer wahrscheinlicher. Vor dem zweiten Sondierungsgespräch mit der SPD an diesem Mittwoch unterstrich Stoiber erneut seine grundsätzliche Bereitschaft zu einem Wechsel. "Erst einmal müssen sich Union und SPD auf eine stabile Regierung mit einem vernünftigen Programm verständigen. Dann kann ich mir auch vorstellen, in diesem Kabinett Verantwortung zu übernehmen", sagte Stoiber der "Bild"-Zeitung (Dienstag).

Für den Fall einer großen Koalition rechnet die CSU nach Darstellung der "Süddeutschen Zeitung" nur noch mit zwei Ministerposten im Bundeskabinett. Einen solle Stoiber erhalten, den anderen ein Mitglied der CSU-Landesgruppe. Damit würde Beckstein, der im "Kompetenzteam" von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel als Bundesinnenminister gehandelt wurde, in Bayern bleiben.

Die Berufung Becksteins zum Nachfolger Stoibers sei damit wahrscheinlicher geworden, sagte ein führendes Fraktionsmitglied der dpa. Entscheidungen seien allerdings noch nicht gefallen. Neben Beckstein ist für das Regierungsamt auch Staatskanzleichef Erwin Huber im Gespräch, der allerdings weniger Rückhalt in der Fraktion hat.

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