Beckstein-Nachfolge
CSU-Fraktion nominiert Seehofer

Die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag hat Horst Seehofer als neuen Ministerpräsidenten nominiert. Nicht alle Abgeordneten votierten für ihn. Seehofer erhielt zehn Neinstimmen. Fraktionschef Georg Schmid, der ebenfalls gewählt wurde, erhielt noch weniger Zustimmung.

HB MÜNCHEN. Wie ein CSU-Sprecher mitteilte, soll der bisherige Bundesverbraucherminister Seehofer am 27. Oktober im Landtag zum Nachfolger des scheidenden Regierungschefs Günther Beckstein gewählt werden. Nach den Worten von Fraktionssprechers Franz Stangl erhielt Seehofer bei der Abstimmung am Mittwochmittag 76 von 86 gültigen Stimmen. Zehn Abgeordnete votierten mit Nein, sechs Stimmen waren ungültig. Das entspricht den Angaben zufolge einer Zustimmung von 88,4 Prozent.

Außerdem wählten die CSU-Abgeordneten auch Fraktionschef Georg Schmid wieder. Er erhielt den Angaben zufolge 72 Ja- und 17 Nein-Stimmen. Außerdem wurden drei ungültige Stimmen abgegeben.

Nachfolger von Horst Seehofer als Agrarminister wird wahrscheinlich dessen parlamentarischer Staatssekretär Gerd Müller. Zentrales Kriterium sei, wer dieses schwierige Ressort leiten könne, hieß es am Mittwoch aus CSU-Kreisen. Der 53 Jahre alte Diplomwirtschaftspädagoge ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und war bereits Landwirtschaftsexperte im Europaparlament und im Bundestag, bevor ihn Seehofer im November 2005 ins Ministerium holte.

Die Gespräche über seine Nachfolge will der designierte Parteivorsitzende Seehofer selbst führen. Die Entscheidung trifft er dann im Benehmen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer. Bundesminister werden auf Vorschlag der Kanzlerin vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.

Merkel hält den designierten bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer für „die geeignete Persönlichkeit, die die CSU in die Bundestagswahl, in die Europäische Wahl und auch in eine gute Zukunft Bayerns führen kann“. Sie kenne Seehofer sehr gut und sei zutiefst überzeugt, „dass wir prima zusammenarbeiten werden“, sagte die CDU-Chefin. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit und wünsche Seehofer allen Erfolg. „CDU und CSU können nur gemeinsam stark sein“, fügte sie hinzu.

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