Bededikt XVI. in Deutschland
Der Freiheit Grenzen ziehen

Seit der Industrialisierung haben die Päpste regelmäßig die Auswüchse der Märkte und der Wirtschaft  kritisiert. Papst Benedikt XVI. mahnt im Bundestag Respekt vor den Grenzen der Freiheit an.
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BerlinDie römische Amtskirche ist reich, aber das hat die Päpste der Neuzeit nie davon abgehalten, die weltlichen Verpflichtungen der Reichen und Besitzenden zu betonen. Auch Papst Benedikt XVI. reiht sich in die lange Liste seiner Vorgänger ein, die Denkschriften zum Wirtschaftsleben verfasst haben.

In seiner Sozialenzyklika reagierte Benedikt 2009 auf die Exzesse und die zügellose Gier, die  während der Weltfinanzkrise sichtbar geworden waren. Ein alleine auf Profit basierendes Wirtschaften gefährdet  das Wohl der Menschen, mahnte der Papst  vor allem die Manager an den  Finanzmärkten.

Zwar hat die Kirche seit der Industrialisierung stets Eigentum und Unternehmertum bejaht. Doch regelmäßig wurde die  Hoffnung Roms  auf Selbstregulierung und Maßhalten in der Wirtschaft enttäuscht.

Dass Benedikt auch die sozialen Grenzen der Freiheit beim  Besuch in Deutschland thematisieren würde, klang schon in seiner  kurzen Begrüßungsrede  beim Bundesprädsidenten an. Da zitierte Benedikt  den „Arbeiterbischof“ und Gründer der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung, Wilhelm von Ketteler:  „Wie die Freiheit der Religion bedarf, so bedarf die Religion der Freiheit“, erinnerte der Papst und mahnte:  „Freiheit geht nicht ohne Solidarität. Was ich auf Kosten des anderen tue, ist keine Freiheit“.

Damit nahm Benedikt direkt Bezug auf seine kritische Sozialenzyklika, die er 2009 an die  Adresse der Wirtschaft gerichtet hatte. Dort stellte er  kurz vor dem  G-8-Krisengipfel im italienischen Aquila  die  „Erneuerung der Strukturen des Finanzmarktes“ in den Mittelpunkt.  Weder Finanzjongleure noch Unternehmer hätten das Recht, losgelöst von den Interessen anderer Menschen zu handeln, mahnte  Benedikt.

In diesem  Kontext sieht der  Papst auch die mangelnde Anerkennung der Rechte von Arbeitskräften vor allem in jenen  Ländern, in die die Industrienationen zunehmend ihre Produktionen auslagern. „Arbeitsmigranten dürfen nicht als Ware behandelt werden, sondern  müssen in ihrer unveräußerlichen Würde respektiert werden“, forderte der Papst von den Konzernen und Regierungen. Nach den Jahren der „Vergötterung des Marktes“ müsse nun wieder der Mensch in das Zentrum von Wirtschaft und Gesellschaft gestellt werden.

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  • Der Papst soll die Kirche im Dorf lassen und sonst seine Klappe halten. Dieser Papstbesuch kostet den Steuerzahler, ob katholisch oder auch nicht, an die 30 Mio. Euro! Die Katholiken sind eine Minderheit in dieser korrupten, bigotten BRD!

  • Der Papst kritisiert hier Dinge, die nunmal nur in einem Politiker existieren. Er kann doch nicht einfach den Politkern sagen, dass sie für die Menschen agieren sollen, und nicht für die profitgierigen Märkte. Das wäre so, als würde er auf einem Bauernhof vor ein paar Schweinen einen Vortrag halten und denen sagen, dass sie ab heute nicht mehr stinken dürfen. Politiker sind doch nur aus diesem Grund Politiker geworden. Das kann er denen doch jetzt nicht zum Vorwurf machen. Also als irdischer Vertreter Gottes könnte er da mit den Politikern, die als irdische Vertretung der Marktgötter auftreten, doch ein bisschen sanfter umgehen.

  • "...Nach den Jahren der "Vergötterung des Marktes" müsse nun wieder der Mensch in das Zentrum von Wirtschaft und Gesellschaft gestellt werden. ..."

    Bei diesem Ausspruch wird sich die Politiker-Bande in Berlin vor Lachen auf die Schenkel geklopft haben. Merkel wird wahrscheinlich vor lauter Kichern heute Nacht nicht in den Schlaf kommen: "Ick glob meen Hamster bohnat. Diesa Benne is schon ne Ulknudel, wah."

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