Bedrohungsanalyse
Bundeswehr verstärkt im Visier der Taliban

Die deutschen Bundeswehrsoldaten, die als Teil der Isaf-Schutztruppen in Afghanistan sind, sind in jüngster Zeit einer „erheblichen Bedrohung“ ausgesetzt. Zu dieser Lageeinschätzung der Bundeswehr am Hindukusch kommt eine vertrauliche Analyse des Einsatzführungsstabs der Bundeswehr.
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BERLIN. In der internen Einschätzung der Bedrohungslage beziehen sich die Militärs auf insgesamt 360 von der Isaf-Schutztruppe registrierte Anschläge und sonstige „Sicherheitsvorfälle“ mit 238 Schusswechseln, Gefechten und 72 Sprengstoffanschlägen allein im Zeitraum vom 9. bis 15. November.

Während die Bundeswehrsoldaten in der Hauptstadt des Landes Kabul von einer insgesamt als „mittelhoch“ eingestuften Gefahr bedroht sind, registrieren die Militärs die höchste Bedrohung im Osten Afghanistans, beim „Regional Command East“. Dort haben die USA das Kommando.

Insgesamt belegen die registrierten Vorfälle des 14-seitigen Bedrohungsberichts des Einsatzführungsstabs an die parlamentarischen Ausschüsse die bereits vorherrschende Einschätzung in Politik und Bundeswehr, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan im Jahr 2009 deutlich verschärft hat und nicht davon die Rede sein kann, dass die Isaf-Schutztruppen Fortschritte bei ihrer Zielsetzung erreicht haben, die Aufständischen unter Kontrolle zu bringen.

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