Beharrliche Haltung
Lafontaine findet Euro-Ausstieg parteikonform

Mit seiner Forderung nach einem neuen europäischen Geldsystem hat Lafontaine bereits für einigen Wirbel gesorgt. Einen Widerspruch zum Wahlprogramm seiner Partei sieht der Politiker in seinen Aussagen nicht.
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BerlinDer ehemalige Vorsitzende der Linken, Oskar Lafontaine, sieht keinen Gegensatz zwischen seiner Forderung nach einer Rückkehr zu nationalen Währungen und der Programmatik seiner Partei.

„Wir brauchen ein besseres Währungssystem, in dem es auch nationale Währungen wieder geben kann, zum Beispiel in Zypern und Griechenland. Das ist auch kein Widerspruch zum Wahlprogramm unserer Partei“, sagte Lafontaine der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag). Denn im Programm stehe, dass die europäische Währungsunion falsch konstruiert sei.

Die Linke trifft sich am Freitag zu einem dreitägigen Bundesparteitag in Dresden. Nach einer Generaldebatte wollen die Delegierten am Samstag das Wahlprogramm zur Bundestagswahl verabschieden.

Lafontaines Forderung nach einem Ausstieg aus dem Euro hatte zuletzt für erheblichen Wirbel gesorgt. In ihrem Wahlprogramm bekennt sich die Linke klar zur europäischen Gemeinschaftswährung. „Auch wenn die Europäische Währungsunion große Konstruktionsfehler enthält, tritt Die Linke nicht für ein Ende des Euro ein“, heißt es im Entwurf.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Den ganzen Euro-Murks haben doch die nichtdenkenden Blindwähler der Altparteien zu verantworten! Warum wählt ihr alle die Verräter unseres Landes? Oder glaubt ihr, mit dem Euro-Murks und einer Diktat-EU könntet ihr euren Wohlstand halten? Niemals. Alle Preise steigen, Renten und viele Nettolöhne werden weiter gekürzt, Strompreise sind unerschwinglich, kommunale Abgaben drastisch gestiegen, Sparrücklagen, private Altersvorsorgen und Lebensversicherungen werden schon massiv entwertet. Das Grundübel bleibt dabei der dauer-komakranke Einheitseuro, dem keiner mehr vertraut. Wieso auch? Darum liebe Bürger: Geht wählen, wählt aber keine der Altparteien, es gibt reichlich andere wie die AfD. Dann schrumpft endlich die Kopfanzahl unserer Verräter und Ausverkäufer. Wer nicht wählt, stärkt die Altparteien, die bis heute das Antikorruptionsgesetz nicht umgesetzt haben, das beste Beispiel ist das Amigo-Bayern mit dem schweren Rechtsfall "Mollath".

  • Lafo hat doch Recht.
    Und noch eines: so lange die Linke solch Mäuschen wie eine Katja Kipping als Vorsitzende hat, wird sie nicht wieder so richtig Fuß fassen.
    Lafo, Gysie, Wagenknecht und Bartsch, diese Leute könnten den Budnestag zerlegen, aber die hat man alle in die Ecke gedrängt.

  • Das sehe ich auch so.

    Wer sich ernsthaft Gedanken darüber macht, wie die Situation entstanden ist und wie die angesprochenen Länder sich aus der Situation befreien sollen, der landet bei dem Gedankengang von Lafontaine.

    Deutsche Mark oder Mark 2.0 ist Unsinn. Aber es geht mit und ohne Forderung von Lafontaine in diese Richtung.

    Die Agenda 2010 der SPD hat zu einem Sozialabbau in Deutschland, zu einer gewaltigen Umverteilung und letztlich auch zu einer Produktivitätssteigerung geführt hat, was in den südlichen europäischen Ländern nur noch "mit der Einführung der Sklavenarbeit" gekontert werden kann.

    Wer diesen Effekt als unsozial versteht, der kommt automatisch zum Austritt Deutschlands aus dem Euro. Für die negativen Verwerfungen im Euro trägt Deutschland, die SPD die Schuld.

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