Bei 4,5 Cent
CSU will Ökostromumlage einfrieren

In der Koalition sorgen die steigenden Strompreise für Streit: Nach dem Willen der CSU soll die Ökostromumlage bei 4,5 Cent je Kilowattstunde eingefroren werden, statt 2013 auf über 5 Cent anzusteigen.
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BerlinDiesen Vorschlag werde die Partei beim nächsten Koalitionsausschuss unterbreiten, sagte Generalsekretär Alexander Dobrindt der „Rheinischen Post“. Die Kosten für die Subvention von Ökostrom sollten bis zum Jahr 2026 durch ein Darlehen bei der staatlichen KfW-Bank finanziert werden.

Nach Berechnungen der CSU müssten rund 46 Milliarden Euro an Krediten aufgenommen werden. „Wenn die EEG-Umlage wieder sinkt, wird dieser Fonds wieder abfinanziert. Wir straffen den technischen Ausbau der erneuerbaren Energien, strecken aber die Finanzierung, so dass die Stromkunden nicht überlastet werden“, sagte Dobrindt.

Die auf der Stromrechnung aller Haushalte ausgewiesene Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt im kommenden Jahr auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde von derzeit 3,6 Cent. Verantwortlich ist dafür vor allem der stark gewachsene Anteil von Ökostrom, der zuletzt rund 25 Prozent betrug. Die steigenden Strompreise im Wahljahr 2013 sorgen in der Koalition für Streit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bei 4,5 Cent: CSU will Ökostromumlage einfrieren"

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  • Berliner Verkehrsbetriebe zählen zu den regionalen Versorgern , die erhöhen solange ihre preise bis sich das Geschäft wieder rechnet .
    Irgendwann kommt für sie dann der punkt , an dem sie lieber zur arbeit laufen oder mit dem Rad fahren , da sie diese Überlegung nicht allein anstellen , werden auch die Berliner Verkehrsbetriebe ihr Personal anpassen müssen , Entlassungen sind die folge .
    Wozu eine Straßenbahnlinie unterhalten , wenn die Betriebskosten die höher sind als die einnahmen .

    Übrigens sind es nicht die Versorger oder Verkehrsbetriebe die Arbeitsplätze im großen stiel anbieten , es sind unternehmen des Mittelstandes , IHR Motorradbauer zb. oder Siemens und die haben schon länger Pläne zum auslagern der Produktion , gerade aus Berlin !

  • @Energieelite

    Das Argument, dass Firmen Befreiungen von den Kosten der EEG-Umlage (und anderen Kosten bräuchten), weil sie im internationalen Wettbewerb stehen oder kurz vor der Abwanderung ins Ausland sind, lässt sich unter dem folgenden Link auf seine Richtigkeit prüfen:

    http://www.energieverbraucher.de/de/Erneuerbare/Erneuerbare/Das-EEG__510/

    Wer sich die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Liste der befreiten Betriebe (im Text verlinkt) anschaut, der wird schnell feststellen, wie sehr er hier dem Populismus von Parteien und Politikern auf dem Leim gegangen ist. Das EEG verkommt zunehmend zu einer reinen Industriesubvention.
    Mindestens ebenso tragisch finde ich, die Bereitschaft der hier Schreibenden solche Zusammenhänge zu glauben, nicht zu prüfen und sich selbst vor der Karren der Lügen zu spannen. Wer mit der Idee, dass z.B. die Berliner Verkehrsbetriebe ins Ausland abwandern könnte hier im HB schwadroniert und sich dabei Energieelite nennt, dann möchte ich erst gar nicht wissen was diejenigen auf die Kette bringen, die nicht „Elite“ sind.
    „Denk ich an Deutschland in der Nacht ...“

  • https://www.youtube.com/watch?v=dgtJg0GBCjU

    In diesem Video werden die verschiedenen Maßnahmen aufgezeigt, wodurch die EEG-Umlage in den Jahren 2009 - 2012 durch die schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt aufgebläht wurde und die Widersprüchlichkeit der vollmundigen Erklärungen zur Energiewende zu den tatsächlichen Taten.

    Ergänzend hierzu werden die angewandten Kommunikationsmethoden ("agenda setting") aufgezeigt, die dazu führen, dass bestimmte Schlagzeilen in den Medien stehen und andere nicht.

    „Nicht die EEG-Umlage ist der Sündenbock, sondern die Bundesregierung, die rechtswidrig die Umlage aufbläht um sie politisch zu diskreditieren und abzuschaffen. Denn der Erfolg des EEG geht den etablierten Stromversorger an die wirtschaftliche Substanz. Deshalb begrüßen wir die Einleitung des Beihilfeverfahrens durch die EU-Kommission. Das Beihilfeverfahren richtet sich nicht gegen die EEG-Umlage, sondern gegen die Ausnahme von der Umlage. Unsere Beschwerde entlastet im Erfolgsfall die Stromrechnung jeden Haushalts um rund 30 Euro im Jahr, den Mittelstand um wesentlich höhere Beträge." betont Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bund der Energieverbraucher e.V. in einer Pressemitteilung vom 05. Juni 2012

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