Bei Arbeitern nimmt Zustimmung zur Union überdurchschnittlich ab
Institut sieht Gefahr eines Abwärtstrends für Union

Nach ihrer komfortablen Mehrheit Anfang des Jahres stand die Union in der letzten Umfrage nur noch bei 39 Prozent. Und dach einer neuen Studie des Meinungsforschungsinstitus dimap consult könnte es noch viel schlimmer kommen.

HB BERLIN. Das Meinungsforschungsinstitut dimap consult sieht nach einem Zeitungsbericht die Union in der Gefahr eines Abwärtstrends. In einer vertraulichen Analyse des Instituts für die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag heißt es nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung: „Sollte die Union fortdauernd so wahrgenommen werden wie in der Sommerpause, ist ein weiteres Absinken nicht auszuschließen.“

In der Bevölkerung sei der Eindruck entstanden, die Union habe kein klares Konzept. Bei Arbeitern nehme die Zustimmung zur Unionspolitik überdurchschnittlich ab. „Ob die Verluste der Union als Beginn eines längerfristigen Erosionsprozesses zu interpretieren sind, hängt nicht zuletzt von der Union selbst ab“, zitierte das Blatt aus der Studie.

In der jüngsten Umfrage des Meinsungsinstituts Forsa war die Union auf ihren schlechtesten Standt seit der Bundestagswahl 2002 gerutscht. Nur noch 39 Prozent wollten CDU/CSU ihre Stimme geben. Und diese Umfrage war noch vor dem Streit in der Gesundheitspolitik.

In dem Streit mit der CSU hatte sich CDU-Chefin Angela Merkel nach Angaben aus der CDU-Führung am Montag in einem Telefonat mit dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber über das Verhalten des CSU-Sozialexperten Horst Seehofer beklagt. Seehofer hatte der CDU vorgeworfen, mit falschen Zahlen zu operieren.

Im CDU-Präsidium habe es insgesamt erheblichen Unmut über die Schwesterpartei gegeben, berichteten Teilnehmer. Keiner der Präsidiumsmitglieder habe Verständnis für Form und Inhalt der CSU-Attacken auf die CDU-Gesundheitspläne gehabt. Während die CDU eine Pauschale für Krankenkassen befürwortet, tritt die CSU für sozial gestaffelte Beiträge ein.

Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) mahnte die Geschlossenheit der Union an. Der Zeitschrift „Super Illu“ sagte er nach Vorabbericht: „Die Wähler wollen wissen, welches Konzept wir haben. Nur wenn wir es geschlossen vertreten, haben 2006 eine Chance, die Regierung zu übernehmen.“

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