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26.07.2007 

>Parallel muss sich Deutschland weiter bemühen, aus dem Ausland die besten Studenten her zu holen. Das macht allerdings nur Sinn, wenn sie im Anschluss auch hier arbeiten dürfen – die hiesige Wirtschaft oder Wissenschaft also von ihnen profitiert.

Um potenziellen Studenten die Scheu vor dem Studium zu nehmen, muss der Bund bei der Unterstützung klotzen statt kleckern. Höhere Begabtenförderung ist schön, die neuen Studentenkredite außerordentlich hilfreich. Aber solange es uns an Akademikern fehlt, sollte das Bafög großzügig ausfallen.

In der Berufsbildung gilt es, Chancen für die zu schaffen, deren Zug noch nicht abgefahren ist: 1,3 Millionen Menschen bis 29 haben keinen Beruf. Grundsatz muss sein, so nah an der Wirtschaft zu agieren wie möglich. Also lieber direkte Zuschüsse für Lehrstellen an Unternehmen als mehr überbetriebliche Ausbildungsplätze schaffen.

Die große Barriere ist die mangelnde Durchlässigkeit für qualifizierte Berufstätige an die Hochschulen - pfiffige Leute werden ausgebremst. Wenn der Bund nicht voran geht – mit Vorgaben oder einer Initiative für ein abgestimmtes Vorgehen der Länder - wird nichts passieren.

Massiv nachlegen muss der Bund bei der Weiterbildung, dem Stiefkind der Bildungspolitik. Ein zaghafter Anfang ist gemacht, jedoch gilt auch hier: Klotzen statt kleckern. Dabei muss Förderung ganz unten ansetzen: Etwa bei denen, die keinen oder nur Hauptschulabschluss haben.

Parallel zur Kraftanstrengung in der Heimat muss die Regierung endlich die Schranken bei der Einwanderung von Hochqualifizierten einreißen. Osteuropäische Fachkräfte dürfen keinen Bogen mehr um Deutschland machen und nach Irland oder Schweden ziehen. Der Grund ließe sich schnell beheben: Mit einem zeitgemäßen Aufenthalts- und Zuwanderungsrecht. Dafür müssen sich allerdings beide Parteien endlich offen dazu bekennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.

Vor allem die SPD darf sich nicht weiter gegen eine Absenkung der Einkommensgrenzen für Fachkräfte sperren. Sie könnte dies auch ohne Gefahr tun, weil in einer erfolgreichen deutschen Volkswirtschaft mehr Arbeit entsteht und nicht nur bestehende Arbeit umverteilt wird.

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