Beitrag zur eingenen Sanierung
Verdi plant bei sich Arbeitszeitverkürzung

Zur Sanierung ihres defizitären Haushalts greift die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu massiven Arbeitszeitverkürzungen ihrer Beschäftigten. Dabei sollen die derzeit noch knapp 5 000 Angestellten der größten Einzelgewerkschaft auch auf Teile ihres Lohns verzichten.

HB HAMBURG. Wie Verdi am Dienstag in Berlin mitteilte, sollen die Beschäftigten ihre Arbeitszeit in einem ersten Schritt auf freiwilliger Basis und bei Teillohnausgleich halbieren können. In einem zweiten Schritt sollen abhängig von den dabei erzielten Einsparungen die Arbeitszeit und der Bruttolohn für alle Mitarbeiter für die Dauer von dreieinhalb Jahren um bis zu 5 % gekürzt werden. Außerdem sollen die Altersteilzeitregeln attraktiver gemacht werden.

Mit Hilfe der Einsparungen will die Gewerkschaft bis 2007 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Derzeit klafft zwischen Beitragseinnahmen und Ausgaben eine Lücke von 59 Mill. €.

Neben dem Maßnahmenpaket, über das sich der Bundesvorstand grundsätzlich mit dem Gesamtbetriebsrat verständigt hat, erwägt die Gewerkschaft nach eigenen Angaben einen Stellenabbau. Verdi-Sprecher Harald Reutter bezifferte den Personalüberhang auf rund 800 Stellen, der aus der Gewerkschaftsfusion vor fast drei Jahren herrührt. In der Gewerkschaft wird auch die Streichung von 1 000 Arbeitsplätzen für möglich gehalten.

Verdi hat seit ihrer Gründung 250 000 ihrer ursprünglich knapp 2,9 Mill. Mitglieder verloren, was zu entsprechenden Einnahmeverlusten geführt hat.

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