Beitragswettbewerb
Exodus aus der AOK

Nach zum Teil drastischen Beitragserhöhungen laufen einigen Ortskrankenkassen die Mitglieder in Scharen davon. Die Zahl der Kündigungen geht in die Hunderttausende erfuhr das Handelsblatt aus Kassenkreisen. Nun will die AOK mit Lockangeboten gegensteuern.

HB BERLIN. Besonders betroffen vom Mitgliederschwund ist die AOK Rheinland-Pfalz, die, um Schulden abzubauen, ihren Beitragssatz zum 1. Januar um satte 1,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent angehoben hat.

„Insgesamt dürfte die Zahl der Kündigungen bis Ende Februar nur knapp unterhalb der letzten großen Abwanderungswelle 2003 liegen,“ sagte der Chef der AOK Baden–Württemberg Rolf Hoberg dem Handelsblatt. Damals hatten 300 000 Versicherte die AOK verlassen. Die AOK führt seit langem die Verliererliste im Beitragswettbewerb an. Seit 1995 sank ihre Mitgliederzahl um zweiMill. auf 18 Mill. Ende 2006. Nun droht sich der Abwärtstrend zu beschleunigen.

Mit neuen maßgeschneiderten Tarifen will die AOK gegensteuern. „Wir werden im März Tarife vorstellen, bei denen die Versicherten Geld sparen, aber auch teurere Angebote für den gehobenen Bedarf entwickeln,“ sagt AOK-Sprecher Udo Barske. Die neue Tarifvielfalt ist ein Ergebnis der im April in Kraft tretenden Gesundheitsreform.

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