Bekämpfung der Arbeitslosigkeit: Job-Floater bringt keine Job-Flut

Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Job-Floater bringt keine Job-Flut

Das auf Vorschlägen der Hartz-Kommission beruhende Förderprogramm "Kapital für Arbeit" ist nicht gerade von Erfolg gekrönt - gerade mal 10 000 neue Arbeitsplätze sind seit November 2002 mit dessen Hilfe entstanden.

HB BERLIN. Das Förderprogramm „Kapital für Arbeit“ der bundeseigenen KfW-Bankengruppe hat im vergangenen Jahr auf dem Arbeitsmarkt weit weniger Wirkung entfaltet als erwartet. Wie die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf die aktuelle Bilanz für 2003 berichtet, entstanden dank des - auch „Job-Floater“ genannten - Programms im gesamten Bundesgebiet nur knapp 11 000 Arbeitsplätze. Dafür sagte die KfW Kredite in Höhe von rund 764 Millionen Euro zu. Die Bundesregierung hatte ursprünglich auf 50 000 neue Jobs gehofft. Eine Sprecherin der KfW betonte, angesichts der Wachstumsschwäche sei die Bank mit den Ergebnissen dennoch sehr zufrieden.

Das Förderprogramm geht auf Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarkts zurück. Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement, Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) und KfW-Chef Hans Reich hatten es zum 1. November 2002 gestartet.

Im Rahmen des Programms erhalten Mittelständler und Freiberufler verbilligte Darlehen von bis zu 100 000 Euro, sofern sie Erwerbslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte einstellen. Seit März 2003 wird auch die Bereitstellung neuer Ausbildungsplätze gefördert. Insgesamt konnten auf diese Weise bisher rund 1 030 Lehrstellen geschaffen werden.

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