Belastung für Unternehmen
Schäubles Berater warnen vor Vermögenssteuer

Der wissenschaftlicher Beirat des Finanzministerium hat die Pläne für eine Vermögenssteuer scharf kritisiert. Die Belastungen für Unternehmen würden enorm steigen und Deutschland bekäme deutliche Wettbewerbsnachteile.
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DüsseldorfDer wissenschaftliche Beirat beim Bundesfinanzministerium warnt davor, die Vermögensteuer wieder einzuführen. Insbesondere in Kombination mit anderen geplanten Steuererhöhungen würde die Belastung der deutschen Unternehmen „beträchtlich“ steigen. Dies berichtet das Handelsblatt (Freitagausgabe) unter Verweis auf eine Vorab-Version des Gutachtens „Besteuerung von Vermögen - Eine finanzwissenschaftliche Analyse“, die der Zeitung vorliegt. Die Expertise soll in Kürze veröffentlicht werden.

Alle Entlastungen der Unternehmen der vergangenen zehn Jahre würden auf einen Schlag rückgängig gemacht, warnt der Beirat. „Bei der Belastung durch Unternehmenssteuern würde Deutschland in Europa wieder einen der vorderen Plätze einnehmen.“

In dem unabhängigen Beirat sind 32 Finanzexperten vertreten. Der Beirat erstellt auf eigene Initiative Gutachten zu aktuellen finanzpolitischen Fragestellungen. Vorsitzender ist der Ökonom Kai Konrad vom Max-Planck-Institut in München.

Die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke ziehen mit dem Plan in den Wahlkampf, eine Vermögensteuer oder -abgabe zwischen einem und fünf Prozent einführen zu wollen. Steuerpolitisch besonders fatal wäre es, wenn die „verunglückte Erbschaftsteuer“ und die „unzulängliche Grundsteuer“ beibehalten würden und zusätzlich eine "in jeder Hinsicht problematische" Vermögensteuer eingeführt würde, warnt der Beirat.

Kommentare zu " Belastung für Unternehmen: Schäubles Berater warnen vor Vermögenssteuer"

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  • Moment einmal... für mich sind Unternehmenssteuern und Vermögenssteuern zwei Paar Schuhe.

    Vermögenssteuer würde ich (nach dem Wortsinn) auf Vermögen beziehen, die aus einem Unternehmen heraus gezogen wurden oder in privater Hand sind (Beispiel das "Taschengeldkonto" so mancher Leute, die von Beruf Sohn oder Tochter sind).

  • Da benötigt man keine Berater, jeder der auch nur ein Gehirn in der Größe eines Stecknadelkopfes hat, kann sich ausmalen, dass mit immer mehr Steuern die Betriebe ihren Sitz ins Ausland verlagern.

    Wozu soll hier noch jemand sein Vermögen einsetzen und Risiken eingehen, wenn die politischen Diebe hierzulande überhand nehmen. Übrigens vom Staate beschlagnahmtes Eigentum landet regelmäßig in der Grube der Veruntreuung und findet nur selten den Weg zurück in Investitionen für Arbeitsplätze und Wohnraum.

  • "Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht!"
    Deutschlands Leistungsträger sind aus der Sicht des Staates nur noch Melkkühe, die möglichst viel Milch geben sollen. In Deutschland erhalten die Betriebsprüfer folgenden Hinweis mit zur Prüfung: "Der Unternehmer ist grundsätzlich ein Steuerhinterzieher, man muss nur Beweise finden!" Wer einmal eine Betriebsprüfung mitgemacht hat, bei der der Prüfer auf Teufel komm raus was finden musste, sieht die Welt mit anderen Augen! Bei einem steuerpflichtigen Gewinn von 3,5 Mio. Euro hat sich der Prüfer an einem Bewirtungsbeleg von 30 Euro aufgegeilt (War das wirklich notwendig?)! Anders in der Schweiz: Dort sind Steuerzahler beim Finanzamt "Kunden" und werden auch entsprechend behandelt. Betriebsausgaben werden dort wohlwollend geprüft. Da niemand Geld verschenkt, sind Betriebsausgaben auch als solche zu sehen. Warum wohl gehen so viele wohlhabende Privatpersonen und Firmen in's Ausland?

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