Belastungsprobe bestanden
Stolpe optimistisch nach Start der Lkw-Maut

Bundesverkehrminister Manfred Stolpe hat sich optimistisch zum Start der Lkw-Maut geäußert. Im ZDF sagte Stolpe am Montag: „Wir haben ein Etappenziel erreicht. Richtig einschätzen, ob das ein rundum hervorragendes System ist, kann man vielleicht wirklich erst nach hundert Tagen.“

HB BERLIN. Nach seinen Worten hatten rund acht Prozent der Lkw in den ersten Stunden die Nutzungsgebühr für Autobahnen nicht gezahlt. Nach Angaben des Maut-Betreibers Toll Collect hat das Lkw-Mautsystem nach dem Ende des Feiertagsfahrverbots in der Nacht zum Montag seinen ersten Belastungstest bestanden. „Wir haben nicht mehr Staus als an übrigen Wochenanfängen“, sagte eine Sprecherin. Auch an den erwarteten Schwerpunkten wie Kiefersfelden an der österreichischen Grenze und Kehl am Rhein und Frankfurt/Oder gebe es keine größeren Probleme.

Stolpe sagte weiter, ab 1. Januar 2006 solle die so genannte Onboard Unit 2 - ein Gerät zur Erfassung der Maut - eingeführt werden. Das sei ein ganz flexibles System, mit dem man auch auf Routenveränderungen besser eingehen könne. Dann könne auch darüber nachgedacht werden, „wie wir mit den Gebühren umgehen, um dann da vielleicht auch noch ein bisschen mehr Gerechtigkeit für die deutschen Unternehmen zu schaffen.“

Die Maut auf Autobahnen beträgt je nach Achszahl und Schadstoffausstoß durchschnittlich 12,4 Cent pro Kilometer für Lkw über zwölf Tonnen. Der Bund erhofft sich davon im laufenden Jahr Einnahmen für den Bau von Straßen, Schienen und Wasserstraßen in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Wegen technischer Pannen verzögerte sich die Einführung der Maut um 16 Monate. Hinter dem Maut-Betreiber Toll Collect stehen im Wesentlichen die Deutsche Telekom und Daimler-Chrysler.

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