Beliebter Trick Schäuble will Steuer-Schlupfloch allein stopfen

Mit einem beliebten Trick schleusen Konzerne Milliarden am deutschen Fiskus vorbei – Geld, das für Investitionen fehlt. Die Maßnahmen der G20-Länder sind bisher erfolglos. Nun wagt Finanzminister Schäuble den Alleingang.
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Er will dem Steuertrick alleine eine Schranke vorschieben, falls die laufenden diplomatischen Bemühungen der G20- und OECD-Länder weiterhin so erfolglos blieben. Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Er will dem Steuertrick alleine eine Schranke vorschieben, falls die laufenden diplomatischen Bemühungen der G20- und OECD-Länder weiterhin so erfolglos blieben.

(Foto: dpa)

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bereitet einem Magazinbericht zufolge einen deutschen Alleingang gegen ein bei internationalen Konzernen beliebtes Steuer-Schlupfloch vor. Sein Ministerium arbeite bereits an Schritten gegen die Steuervermeidung mittels Lizenzzahlungen ins Ausland, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Vorab-Bericht der „Wirtschaftswoche“. Eine neue Schranke gegen diese sogenannten Lizenzboxen nach österreichischem Vorbild könne dem Fiskus jährlich ungefähr eine Milliarde Euro einbringen.

Schäuble wolle diesem Steuertrick alleine eine Schranke vorschieben, falls die laufenden diplomatischen Bemühungen der G20- und OECD-Länder zum Stopfen von Steuerlöchern weiterhin so erfolglos blieben, heißt es in dem Magazinbericht. Nach Schäubles Plänen sollen die Finanzbeamten im Kampf gegen die grenzüberschreitenden Steuergestalter außerdem noch strenger als bisher die Unternehmensabschlüsse prüfen.

Unterstützung bekommt Schäuble vom Koalitionspartner SPD. Dessen finanzpolitischer Sprecher Lothar Binding sagte dem Magazin, im Vorgriff auf eine internationale Regelung werde Deutschland erforderlichenfalls gesetzgeberisch voranschreiten.

Zahlreiche europäische Länder wie die Niederlande, Großbritannien oder Zypern fordern von Unternehmen niedrigste bis gar keine Steuern auf Einnahmen, die auf Lizenzen oder Patenten basieren. Viele Konzerne schöpfen dies aus, indem etwa ein deutscher Geschäftsteil hohe Lizenzgebühren an einen in den Niederlanden ansässigen Firmenteil leistet und so seine zu versteuernden Gewinne schmälert.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Beliebter Trick: Schäuble will Steuer-Schlupfloch allein stopfen"

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  • Hätte man schon seit vielen Jahren machen können !!!

    Aber, warten wir es ab, wie ernst es betrieben wird und welche neue, nur für spezielle Insider erkennbar, Schlupflöcher gebohrt werden !

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