
HB HANNOVER. Er ist lieber Softie als Rabauke. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) gibt sich im politischen Geschäft bescheiden. Sein typisches, beinahe spitzbübisches Lächeln lässt aber erahnen, dass der 50-Jährige hinter den Kulissen kräftig die Strippen zieht. Der Mann, der lieber Bananensaft als Wein trinkt, ist ein ehrgeiziger Stratege, sagen politische Weggefährten. Jetzt gilt der Katholik und Familienvater als Favorit für das Bundespräsidentenamt.
Seit Jahren schon wird gemunkelt, dem Regierungschef werde es in Niedersachsen allmählich zu langweilig - auch wenn er selber Ambitionen als Kronprinz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abstreitet. 2008 hatte Wulff gesagt, er traue sich das Amt des Kanzlers nicht zu, er sei kein „Alphatier“. Doch sein politisches Umfeld wollte das nicht so recht glauben.
Zuletzt landete der CDU-Politiker einen Coup, für den er auch im Ausland gefeiert wurde: Er ernannte die erste deutsch-türkische Ministerin in Deutschland und trat damit für eine Öffnung der CDU ein. „Der traut sich was“, hieß es anerkennend.
Wulff steht für einen wirtschaftsliberalen Kurs der CDU. Einst ein junger Wilder in der Partei, ist er inzwischen ein Konservativer der Mitte - alles andere als ein Haudrauf und Polarisierer. Das einstige Image des spießigen Langweilers, das ihm zu Oppositionszeiten anhaftete, konnte Wulff als Regierungschef schnell abstreifen.
Herr Wulf ist für das Amt als bundespräsident eine absolute Fehlbesetzung. Der Regierung geht es nur darum, daß es ein Präsident ist, der nicht quer schießt, sondern einer der alles abnickt. Herr Wulff würde als bundespräsident nichts erreichen, vorallem wirkt er unsympatisch. Meine Sympatie gilt klar Frau von der Leyen, die absolut sympatisch und beim Volk beliebt ist. Sie hat bisher auch in ihrer Arbeit überzeugt.
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