_

Benedikt XVI.: Papst trifft sich mit Missbrauchsopfern

Papst Benedikt XVI. hat sich am Freitagabend mit einer Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen. Das Treffen gehörte nicht zum offiziellen Besuchsprogramm des Papstes.

Papst Benedikt XVI. während der Messe. Quelle: dpa
Papst Benedikt XVI. während der Messe. Quelle: dpa

ErfurtPapst Benedikt XVI. hat sich am Freitagabend in Erfurt mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen. Das teilten der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz mit. Das Treffen habe im Priesterseminar stattgefunden. Anschließend habe der Papst Menschen getroffen, die sich um Missbrauchsopfer kümmern und ihnen helfen.

Anzeige

„Bewegt und erschüttert von der Not der Missbrauchsopfer hat der Heilige Vater sein tiefes Mitgefühl und Bedauern bekundet für alles, was ihnen und ihren Familien angetan wurde“, hieß es der Erklärung. „Er hat den Anwesenden versichert, dass den Verantwortlichen in der Kirche an der Aufarbeitung aller Missbrauchsdelikte gelegen ist und sie darum bemüht sind, wirksame Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu fördern.“

Das Treffen gehörte nicht zum offiziellen Besuchsprogramm des Papstes in Deutschland. Es war aber als symbolische Geste erwartet worden. Im Anschluss an dieses Gespräch begrüßte der Papst einige Menschen, die sich um die Opfer sexuellen Missbrauchs kümmern.

Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt bezeichnete das Treffen als „scheinheilig“. Die Begegnung sei ein Rückschritt und diene dem Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen, sagte der Vorsitzende
der Opfervereinigung, Norbert Denef, der Nachrichtenagentur dpa: „Das bringt überhaupt nichts. Das ist eine Strategie, um der Gesellschaft zu signalisieren, wir tun etwas.“ Stattdessen solle die Kirche ihre Akten öffnen und der Politik empfehlen, die Verjährungsfristen bei Missbrauch aufzuheben, forderte Denef.

  • 24.09.2011, 12:01 UhrAnonymer Benutzer: WFriedrich

    Zitate: „scheinheilig“. "Die Begegnung ein Rückschritt und diene dem Verschweigen, Vertuschen und Verleugnen, sagte der Vorsitzende der Opfervereinigung, Norbert Denef".

    Diese unversöhnliche Haltung ist entsetzlich. Vermutlich wird diese unchristliche Haltung der Funktionäre von den Betroffenen mehrheitlich nicht geteilt.

  • 24.09.2011, 11:37 UhrAnonymer Benutzer: Blinse

    @Katholik
    Machen auch Sie etwas Gutes. Glauben Sie weiter an den "Stellvertreter Gottes auf Erden", glauben Sie weiter an Jesus (hat er wirklich gelebt?) und an die Wunder, die er getan hat. Pilgern Sie weiter zum Turiner Grabtuch und "spüren" Sie dort "SEINE" Existenz. Glauben Sie weiter an den Sündenfall, das macht auch die Einstellung zu Frauen einfacher usw. usw..
    Lesen Sie niemals die "Kriminalgeschichte des Christentums" von K.H. Deschner. Verschliessen Sie weiterhin die Augen vor Wissenschaft und Realität.

    An alle Katholen: Zieht euer Ding einfach weiter durch. aber laßt andere mit eurem Schwachsinn in Ruhe. Zahlt weiter ein bei der "Papst AG" und freut euch über die "Rendite."
    Am Rande bemerkt: Selten liest man im HB soviel triefenden Blödsinn, wenn die bibelfesten Christen hier aus dem Buch der Bücher zitieren.

    Damit keine sage, ich sei ungläubig: Nein, das bin ich nicht. Nur packe ich mir "Gott" nicht in ein ganze Völker verarschendes Konzept. Wenn es "IHN" gibt, ist er größer als ihr Bibelfans ihn beschreibt! Sollte er jedoch so begreifbar klein sein, wie ihr mir glauben machen wollt, möchte ich nichts mit ihm zu tun haben.

  • 24.09.2011, 07:35 UhrAnonymer Benutzer: ein_Katholik

    Tja, ich glaube, Sie haben die Bibel nicht gelesen.
    Was hat denn Jesus damals für "Personal angetroffen?

    Sie alle haben ihn verraten. Selbst Petrus.
    Sie haben sich darum gestritten, wer der größte unter ihnen sei, sie haben wiederholt bewiesen dass sie zeitweise nicht im Ansatz wußten, worum es geht.

    Und Gott? Mit welchen Personen hat er seine Geschichte geschrieben? Vielweiberei, Mord und Totschlag. Nicht nur Kain und Abel als Beispielgeschichte.
    König David selbst war ein Mörder. Er hat den Mann der Nachbarin in den Krieg geschickt, damit er nach dessen Tod diese Frau zu fassen bekam. Toller Held.
    Mose war ein Mörder.
    Sind Sie keiner?
    Stehen Sie auf gegen Unmenschlichkeit, gegen Mord, gegen sexuelle oder gesellschaftliche Perversion und Vereinsamung?
    Sind Sie immer fehlerfrei?
    Wenn ja, dann sind Sie wohl ein Übermensch.
    Leider gibt es von Ihrer Charakterfestigkeit nicht viele. Aber nicht zu diesen ist Jesus gekommen, sondern zu den Versagern.
    Und deswegen kümmert sich der Arzt um die Kranken: in der katholischen, in der lutherischen, in allen seinen Kirchen.

    FRIEDE sei mit Ihnen.
    Machen Sie was Gutes aus Ihrem Leben anstatt mit Worten zu hetzen und zu zerstören!

  • Die aktuellen Top-Themen
Wüstenrot-Studie: Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Jeder dritte Deutsche fürchtet Immobilienblase

Rund 44 Prozent der Deutschen halten die Preise für Häuser und Wohnungen für deutlich überhöht. Sie fürchten sich vor einer Immobilienblase. Vor allem die Bürger eines Bundeslandes sind besonders skeptisch.

Weltwirtschaftswachstum: EU rüffelt China, Japan und die USA

EU rüffelt China, Japan und die USA

EU-Kommissionspräsident Barroso und Ratspräsident Van Rompuy fordern, dass alle G20-Länder das Weltwirtschaftswachstum fördern. Europa sei seiner Verantwortung nachgekommen, hieß es, jetzt seien die anderen dran.

Erzieher-Mangel: Kommunen wollen Ungelernte in Kitas einsetzen

Kommunen wollen Ungelernte in Kitas einsetzen

Ab dem nächsten Jahr haben Eltern ein Recht auf einen Kita-Platz. Doch vielerorts fehlen die Erzieher. Städte und Gemeinden erwägen, ungelernte Hilfskräfte einzusetzen. Eine Katastrophe, meint der Kinderschutzbund.