Beonders häufig allein Erziehende mit ihren Kindern betroffen
Zahl der Armen in Deutschland leicht gestiegen

Laut einem Zeitungsbericht haben 2003 mehr Menschen in Deutschland in Armut gelebt als im Jahr zuvor. Am häufigsten betroffen sind allein Erziehende.

HB BERLIN. Die Armut in Deutschland hat im vergangenen Jahr zugenommen. Das berichtete die Tageszeitung «Welt am Sonntag» unter Berufung auf erste Zahlen für den Armuts- und Reichtumsbericht, den die Regierung Anfang nächsten Jahres vorlegen wolle. Demnach stieg der Anteil derjenigen, die als arm gelten, binnen Jahresfrist von 12,7 Prozent auf 13 Prozent 2003. Wie das Blatt weiter berichtete, räumte Familienministerin Renate Schmidt einen «geringfügigen» Anstieg der Betroffenenzahl ein.

Besonders häufig seien allein Erziehende, kinderreiche Familien und Einwanderer betroffen, so die Zeitung. Allein Erziehende und ihre Kinder machten ein Drittel der Armen aus, 19 Prozent seien Paare mit mehr als drei Kindern.

Die Zahl der Kinder, die in Deutschland von Sozialhilfe leben, stieg den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 64.000 auf 1,08 Millionen. Fast die Hälfte davon sei jünger als sieben Jahre. «Eine Million Kinder, die von der Sozialhilfe leben, sind zu viel», zitierte die Zeitung Schmidt.

Nach offizieller Definition gilt in Deutschland als arm, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdient. Nach Berechnung des globalisierungskritischen Netzwerks Attac liege diese Armutsgrenze für Deutschland im Westen bei 730,20 Euro, im Osten bei 604,80 Euro Einkommen im Monat, berichtete das Blatt weiter.

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