BER-Debakel
Landesminister schließt Entlassung Mehdorns nicht aus

Der Hauptstadtflughafen bringt Chefmanager Mehdorn in Bedrängnis. In einem Krisengespräch soll er die Probleme erklären. In Brandenburg wird auch eine Ablösung Mehdorns nicht ausgeschlossen. Doch Wowereit hält zu ihm.
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BerlinIm Streit über den künftigen Hauptstadtflughafen gerät Flughafenchef Hartmut Mehdorn unter Druck. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linkspartei) schließt personelle Konsequenzen nicht aus. Görke beklagte am Freitag im RBB-Inforadio, bereits seit einem Dreiviertel Jahr werde angekündigt, eine Planung zur Inbetriebnahme des Hauptterminals vorzulegen und vor allem auch eine Gesamtfinanzierung. „Das steht alles aus.“

Auf die Frage, ob Mehdorn bei weiteren Problemen möglicherweise eine Entlassung drohen könnte, sagte Görke: „Darüber werden wir dann in den Gremien zu reden haben.“ Der Minister forderte Mehdorn auf, rasch einen Zeit- und Kostenplan für den Flughafen vorzulegen. „Er muss liefern“, sagte Görke.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hält weiter zu Mehdorn. „Herr Mehdorn hat unser Vertrauen. Und er ackert mit allen Kräften, dass tatsächlich dieses Projekt zum Erfolg geführt wird“, sagte Wowereit.

Um die aktuelle Lage zu besprechen, hatten sich zuvor Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der Verkehrsstaatssekretär des Bundes, Rainer Bomba, und Mehdorn bei Wowereit im Roten Rathaus getroffen. Wowereit ist auch Vorsitzender des Flughafens-Aufsichtsrats. Streit gibt es vor allem, nachdem Mehdorn vor weiteren Verzögerungen bei einer Eröffnung des Flughafens wegen Problemen mit dem Schallschutz gewarnt hatte.

Erst am Donnerstagabend musste Mehdorn im Flughafen-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags Kritik einstecken. Der Flughafenchef hatte neue Behörden-Auflagen für die Verschiebung der Nordbahn-Sanierung am neuen Hauptstadtflughafen für Verzögerungen verantwortlich gemacht.

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  • das ist wie mit computer. einst sollten sie unser leben erleichtern. nun bestimmen sie es, beschäftigen uns mit sinnlosen meldungen und machen uns noch krank......zuviel sitzen :-)

  • schreien Sie es nicht raus. nachher wird harti lobbyist der französischen firma veolia(die privatisieren deutsches trinkwasser). Dann haben wir den salat. dann werden wir bald gezwungen sein "schwarz und geheim" regenwasser zu sammeln. Was natürlich nur so lange gut geht bis a la GEZ jeder haushalt eine regenwasserabgabe bezahlen muss.

    Politikergedanken: die kunst ist, das huhn zu rupfen ohnen das es schreit.

  • Da kann ich mithalten. Bin schon sogar selber geflogen und kenne mich mit internationalen Flughäfen aus. Außerdem darf der Mehdorn unter meiner Aufsicht weiterarbeiten, als Sekretärinnen Assistent. Er würde viel lernen. Damit würde ich auch gern Herrn Wowereit entgegen kommen. Wissend, in der Politik wäscht eine Hand, die Andere.
    Ich könnte sogar versprechen, dass wir zwei oder drei Terminals innerhalb 3 Monaten eröffnen. Übergangsweise in Fertigbauweise, direkt an der Startbahn. Spart Kosten und man kann sie äußerst kostengünstig erweitern. Sie sehen, durch die sofortigen Einnahmen sind meine Mehr-Kosten locker gedeckt.

    Hochachtungsvoll U.Reissner


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